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Fröhlich-absurde Weltrettung

JT-Kinderclub Fröhlich-absurde Weltrettung

„Total unlogisch und konstruiert“: harsche Selbstkritik in der Schlussszene von „Wie man die Welt rettet in 60 Minuten“. Dabei ist dem Kinderclub des Jungen Theaters Göttingen eine stimmige Inszenierung gelungen.

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Fröhlich, lebensnah und den Fans zugewandt

Selbstbewusstes Spiel: Nils Jansen, Aaron Schultz und Leon Eiben (von links).

Quelle: Eulig

Die 13 Schauspielerinnen und Schauspieler im jungen Teenageralter überzeugen mit einem Konzept, dessen Entstehung die Aufführung vermittelt: Statt sich an alten Shakespeare-Stücken oder bewährten Highschool-Szenen zu versuchen, wird ein aktuelles Thema mit viel Spielfreude angegangen – die Rettung der Welt in 60 Minuten. Dass dabei intergalaktische Agenten von jenseits des Pferdekopfnebels helfen, macht die Weltrettung fröhlich-absurd und die Stationen in fernen Länder erst möglich. Den Kontrast zum selbstbewussten Spiel auf der Bühne bilden Szenen einer Göttinger Straßenumfrage mit bemüht umweltbewussten Antworten auf Fragen wie „Essen Sie Fleisch?“ oder „Was tun Sie für die Umwelt?“.

So fügt sich am Ende die Szenencollage zur Lösung. Die hat zwar mehr von shakespearschen Träumen, weil am Ende der Unheil und Ausrottung verkündende schwarze Engel zum Kleingärtner gemacht wird. Aber es kann wohl nur so gehen, wenn die Welt in 60 Minuten gerettet werden soll. 

Auf jeden Fall haben die Jungakteure mit der Unterstützung von Theaterpädagogin Daniela Urban und Kinderclub-Leiterin Verena Saake mit ihrem Untergangsszenario überzeugt: Ein ernstes Thema, witzig dargestellt, und dabei nicht nur die Gleichaltrigen im Publikum unterhalten und nachdenklich gemacht. 

Letzte Aufführung am heutigen Mittwoch, 27. Mai, um 18 Uhr im Jungen Theater Göttingen, Hospitalstraße 6. Kartentelefon: 0551 / 495015.

Von Angela Brünjes

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