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Weihnachtskonzert auf der Hawaii-Gitarre

Front Porch Picking im Alten Rathaus Weihnachtskonzert auf der Hawaii-Gitarre

Sanft fließen die Töne der Hawaii-Gitarre ineinander. Entspannter Blues folgt eigenwilligen Interpretationen von Jingle Bells und Rudoph, The Rednosed Reindeer. Am Freitagabend begeisterte das Akustik-Quintett Front Porch Picking im Alten Rathaus 250 Zuhörer mit einem Weihnachtskonzert der besonderen Art.

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Die Band Front Porch Picking.

Quelle: R

Göttingen. Mit „Mele Kalikimaka“ begrüßte Peter Funk seine Gäste. So weich klingt das englische Merry Christmas, Fröhliche Weihnachten, in einer Sprache, die kaum über Konsonanten verfügt, auf hawaiianisch. Der Gute-Laune-Swing ohne Ecken und Kanten, der auf der pazifischen Inselkette gespielt wird, hat es der Band angetan.

Funk faszinieren die Hawaii-Gitarren, über die er sogar Lehrbücher verfasst hat. Sie werden nicht im Arm gehalten. Der Musiker legt sie vor sich auf den Schoß. Die Töne kann er nicht mit der Hand am Hals der Gitarre greifen. Stattdessen lässt der Musiker einen Stab über die Saiten gleiten. Das erzeugt den Glissando-Effekt, das Ineinanderfließen der Töne, das allen Stücken von Front Porch Picking ihren eigenen Sound gibt. Für ein gefühlvolles „Stille Nacht“-Solo auf der Hawaii-Gitarre bekommt Funk großen Applaus.

Hawaiianisch ist auch die Ukulele, die winzige Gitarre, über deren Saiten Wolfgang Beisert flink seine Finger hüpfen lässt. Ganz versunken spielt Gitarrist Dirk Heimberg den sanften, melodischen Hawaii-Swing, aber auch rasanten Bluesgrass. Bescheiden im Hintergrund hält sich den Abend über Hans-Jörg Maucksch am Kontrabass. Er spielt mit Beisert seit Schulzeiten zusammen, seit mehr als 40 Jahren. Für Percussion sorgt Klaus Hoheisel an der Snaredrum und am Cajun, das er mit einem kleinen Besen spielt.

Für einige Stücke holt sich das Quintett, das 2007 zusammenfand, Verstärkung auf die Bühne. Ganz dicht am Sound der Andrew-Sisters ist das Aloha-Sisters-Trio. So spielt Front Porch Picking fröhlich und entspannt die größten Hits der 30er- bis 50er-Jahre. Beim Blues greift Funk, der den Abend gemeinsam mit Beisert witzig und kenntnisreich moderiert, zur Mundharmonika. Im kommenden Dezember wird die Band wieder im Alten Rathaus zu hören sein, wie seit 2012 jedes Jahr. Zuvor im September planen sie einige Konzerte mit einer bayrischen Trio: Aloha Bavaria.

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