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Fünf Holzbläser: Das Lignum-Quintett im Duderstädter Rathaus

Farbenfroh Fünf Holzbläser: Das Lignum-Quintett im Duderstädter Rathaus

Lignum ist lateinisch und bedeutet Holz. Das ist ein sinnreicher Name für ein Holzbläserquintett. Die fünf Bläser, die am Sonntag im Duderstädter Rathaus gastierten, kommen aus Tschechien und sind zum größten Teil an renommierten tschechischen Orchestern in Prag und Olmütz engagiert: die Flötistin Marta Kordjulak, die Oboistin Libena Séquardtová, der Klarinettist Jan Brabec, der Fagottist Luboš Hucek und die Hornistin Zuzana Rzounková.

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Eher laut: das Lignum-Quintett.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Sie hatten ein anspruchsvolles, unterhaltsames Programm mitgebracht – sowohl mit populären als auch mit weniger bekannten Stücken. Beliebte Opernmelodien bildeten den Rahmen, Mozarts Ouvertüre zur „Zauberflöte“ und eine „Carmen“-Suite.

Dazwischen gab es mit Reichas Bläserquintett Es-Dur eines der klassischen Meisterwerke dieser Gattung und mit dem wunderschön farbenfrohen Divertimento „Letni slavnosti“ (Sommerfest) eine einfallsreiche zeitgenössische Komposition des tschechischen Komponisten Václav Trojan (1907-1983). Komplettiert wurde das Konzert mit den kurzweiligen, spritzig-geistvollen „Trois Pièces brèves“ von Jacques Ibert.

Zuverlässig und präzise

Die fünf Musiker spielen nicht nur stets zuverlässig und präzise, sondern auch ausgesprochen virtuos, gestalten mit vielen Ausdrucksnuancen und hören einander sehr aufmerksam zu. Einzig im Bereich der Dynamik könnten sie ihr Spektrum noch wirkungsvoll erweitern: Nur an wenigen Stellen gab es ein gemeinsames Pianissimo, ansonsten war die kleinste Lautstärke eher ein Mezzoforte.

Zuhörer sind sehr wohl imstande, auch einmal neugierig hinzuhorchen – man muss ihnen nicht jeden Ton gleich in voller Größe servieren.

Den begeisterten Applaus im gut besuchten Rathaussaal hatten sich die tschechischen Musiker redlich verdient. Zum Dank komplettierte das Lignum-Quintett die zuvor gespielte „Carmen“-Suite mit der schmissigen Habanera als Zugabe.

Von Michael Schäfer

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