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Regional Fusions-Streit der Intendanten: Döring (JT) antwortet Zurmühle (DT)
Nachrichten Kultur Regional Fusions-Streit der Intendanten: Döring (JT) antwortet Zurmühle (DT)
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21:25 21.02.2013
Von Peter Krüger-Lenz
Hier arbeitet Andreas Döring: das Junge Theater Göttingen. Quelle: Heller
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Göttingen

Döring nennt die Äußerungen von DT-Intendant Mark Zurmühle, der am Freitag 60 Jahre alt wird, und DT-Verwaltungsdirektorin Bettina Reinhart ein „Ausweichmanöver aus ihrer kulturpolitischen Verantwortung“.

Die DT-Spitze habe im Januar 2012 der Stadt einen Vorschlag für das Entschuldungshilfe-Programm (EHP) unterbreitet und damit vorbereitet, im Haus des JT eine Kinder- und Jugendtheater­sparte des DT zu installieren und dafür in dem bislang im eigenen Haus angesiedelten Bereich Stellen abzubauen, berichtet Döring. Zwar habe die DT-Leitungsspitze anschließend überzeugt werden können, den Träger des JT in die Überlegungen einzubeziehen und die künstlerische Eigenständigkeit des JT zu erhalten.

Andreas Döring

Gefährdung des JT

Doch dann habe die DT die Zusammenarbeit der beiden Häuser mit der Vertragsverlängerung des DT-Intendanten verbunden und damit personalisiert. Nachdem der Vertrag nicht verlängert worden sei, hätten Zurmühle und Reinhart die Zusammenarbeit bis zur Neuwahl eines Intendanten aufgekündigt. Das sei eine „nicht akzeptable Arbeitsverweigerung gegenüber einem Ratsbeschluss“, erklärt Döring. Dies habe er bereits im Oktober 2012 der Stadtspitze und den Aufsichtsratsvorsitzenden beider Theater mitgeteilt. Denn es gefährde das JT.

Als „zynisch“ bezeichnete Döring die Äußerung Zurmühles, die Spielzeitplanung 2013/14 seien nahezu abgeschlossen und das JT inhaltlich nicht berücksichtigt. Aus Sicht Dörings hätte aber genau das passieren müssen, um dem Ratsbeschluss zu folgen. „Nur aufgrund dieser Nicht-Berücksichtigung kamen bisher keine kooperierenden Leistungsvereinbarungen zustande“, sagt Döring.

"Unerträglich unsolidarischer Beigeschmack"

Sollte es keine Einigung geben, gehe eine Zuschussminderung allein zu Lasten des JT, 60 000 Euro im Jahr 2013, 90 000 Euro 2014. Das wisse die DT-Leitung. Das gebe der DT-Stellungnahme „einen unerträglich unsolidarischen Beigeschmack“.

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