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Regional GSO-Profis und Nachwuchsmusiker gemeinsam auf der Bühne
Nachrichten Kultur Regional GSO-Profis und Nachwuchsmusiker gemeinsam auf der Bühne
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11:23 23.11.2018
Gemeinsame Vorbereitung: Nicholas Milton, Lisa Wätjen und Daniel Eismann (von links). Quelle: Peter Krüger-Lenz
Göttingen

Es ist laut den Archiven das erste große Gemeinschaftsprojekt der beiden Orchester. 2005 habe es mit dem damaligen Chefdirigenten Christian Simonis Überlegungen für eine intensive Kooperation gegeben, berichtet GSO-Projektmanagerin Lisa Wätjen. Nach einem Dirigentenwechsel sei das Thema allerdings wieder in der Schublade verschwunden.

Das Konzert am Sonnabend ist Teil der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen dem polnischen Thorn und Göttingen. Daher haben die Organisatoren ein Programm mit Werken polnischer Komponisten zusammengestellt. Werke von Wojciech Kilar (1932-2013), Henryk Mikolaj Górecki (1933-2010), Frédéric Chopin (1810-1849), Grazyna Bacewicz (1909-1969), Zygmunt Noskowski (1846-1909) und Stanislaw Moniuszko (1819-1872) stehen auf dem Programm. „Wir haben tief recherchiert und tolle Musik herausgesucht“, sagt Nicholas Milton, Chefdirigent des GSO, „ein tolles Programm“. Und: „Wir haben eine spannenden Landschaft von diesem Land gezeichnet.“ Auch für seine Musiker sei es „eine Entdeckung“. Wätjen ergänzt: In Polen mit der wechselvollen Geschichte sei eine grioßartige Musiklandschaft aufgebaut worden.

Mit Unterstützung von fünf JSO-Musikern

Etwas mehr als eine Stunde wird der Abend dauern, schätzt Milton. Ein Stück werde das JSO alleine spielen, an allen anderen werden JSO-Musiker beteiligt sein: drei Werke spielen die Orchester gemeinsam, drei kleinere Stücke spielt das GSO mit Unterstützung von fünf JSO-Musikern.

Mit Workshops und Einzelstunden wurden die Nachwuchsmusiker auf das Konzert vorbereitet, erzählt Wätjen. Aber natürlich hat auch Daniel Eismann als Leiter des JSO, mit seinen Proben einen großen Anteil an den Vorbereitungen, die Milton als „hervorragend“ bezeichnet.

„Sehr voll, sehr intim und sehr freudig“

Der Probenraum des GSO im ehemaligen Jugendfreizeitheim in der Godehardstraße ist gut besetzt, wenn die etwa 40 Musiker des Orchesters proben. Wie aber sieht es dort aus, wenn die 30 Musiker des JSO dazu kommen? Milton lacht und sagt: „sehr voll, sehr intim und sehr freudig“.

Wichtig sei es, so der GSO-Chefdirigent, „dass die jungen Leute die Möglichkeit bekommen, ganz in die professionelle Welt zu kommen“. Daher habe er keine zusätzlichen Proben mit den Nachwuchsmusikern anberaumt, sondern gearbeitet wie immer. Beeindruckend sei es gewesen zu erleben, wie sich deren Spiel nach dem ersten Durchlauf beim zweiten schon verändert hatte. „Die Ohren schalten anders ein“, meint Milton. Hundertmal könne man zur Musikstunde gehen, doch im Orchester lernten die Jugendlichen es in fünf Sekunden. Milton: „Wir freuen uns, mit diesen jungen Musikern zusammenarbeiten zu dürfen.“ Er selbst sei auf diesem Wege mit mit der Welt der Berufsmusiker in Kontak gekommen –als jugendlicher Geiger mit dem Sydney Symphonie Orchestra.

Finanziellen Unterstützung der Klosterkammer

Die Frage, ob es weitere ähnlich gelagerte Projekte geben werde, kann Milton noch nicht beantworten. „Wir werden das diskutieren“, sagt er, „und wir werden versuchen weiterzumachen“. Dazu allerdings bedürfe es der finanziellen Unterstützung beispielsweise der Klosterkammer, erläutert Wätjen. Die habe auch das aktuelle Projekt gefördert.

Für einige der älteren und der jüngeren Musiker wird dieses Konzerterlebnis übrigens ein ganz besonderes sein. Denn unter den Mitgliedern des JSO finden sich Kinder von GSO-Musikern, die dann gemeinsam in großer Formation auf der Bühne stehen werden.

„JSO meets GSO“ heißt das Konzert am Sonnabend, 24. November. Es beginnt um 18 Uhr in der Freien Waldorfschule Göttingen, Arbecksweg 1. Tickets gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt. Sie kosten 17,40 Euro, ermäßigt 11 Euro.

Von Peter Krüger-Lenz

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