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„Ganz Schön Feist“ sagt „Tschüss“ in der Göttinger Stadthalle

Abschiedskonzert „Ganz Schön Feist“ sagt „Tschüss“ in der Göttinger Stadthalle

Das war’s dann. „Tschüss“ haben Mathias Zeh, Rainer Schacht und Christoph Jess gesagt, am Sonntag in der Göttinger Stadthalle. Ein letztes Konzert haben sie als „Ganz Schön Feist“ gegeben, und es war ein Abschied mit Tränen.

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Wohl zum letzten Mal gemeinsam in weißen Anzügen auf der Bühne: Christoph Jess, Mathias Zeh und Rainer Schacht (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. Schon im November waren die beiden Abschiedstour-Auftritte des „Popacappellacomedy“-Trios ausverkauft, das, wenn auch sparsam, so doch bisweilen Instrumente einsetzt. Klar, das auch beim wirklich allerletzten Konzert, zumindest einem offiziellen, kein Platz in dem „Göttinger Raumschiff“ frei bleibt, wie Schacht die Stadthalle nannte.

Gäste aus Berlin

Die Fans waren in Strömen selbst aus der Hauptstadt nach Göttingen gestrebt. Platznummern waren nicht vergeben: Kein Wunder also, dass schon eine halbe Stunde vor Beginn nur noch Plätze in den beiden letzten Reihen zu bekommen sind. Alle wollen noch einmal die Hits des Trios hören, die sich in den vergangenen knapp drei Jahrzehnten angesammelt haben. Und Zeh, Schacht und Jess gehen freigebig mit den Schätzen um. Ihre Liste ist lang, aber unvollständig. Denn alle Liedperlen passen nicht in einen Abend.

Das Göttinger Trio „Ganz Schön Feist“ gab sein letztes Konzert. Die Stadthalle war beim Abschlusskonzert ausverkauft. Zumindest für zwei von ihnen wird es weitergehen. Im Herbst wollen Mathias Zeh und Rainer Schacht als „Die Feisten“ wieder durchstarten.

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Unverzichtbar sicherlich das Lied mit dem bösen f-Wort im Titel: „Du willst immer nur f…“ – für Zeh der erste große Aufschlag in der Karriere der Band. Denn das Werk schaffte es in die großen Schleifen im Radio, das heißt, es wurde immerzu gespielt. „Gänseblümchen“ ist dabei, das vielen Göttingern seit „ Pop meets Classic“ ein Begriff ist. „Bleib geschmeidig“ ruft Zeh mal wieder seinem imaginären Chef zu. „Aphrodisiakum“, das den Titel für ein Album lieferte, richtet immer noch Fürchterliches an.

Zauberhaft tanzen die drei nach „Choreographie“. Jess schwindelt bei der Geschichte zur Herkunft des Liedtextes „Killama“, der von einem Ratschlag seines Vaters stammen soll. Der habe angeraten, hinter Steinen versteckte Forellen unter dem Fischbauch in Trance zu kraulen und sie dann an Land zu werfen – eine der vielen netten Plaudereien, die das Programm der Band auszeichnen – und die Zeh, Schacht und Jess an diesem letzten Abend ganz besonders pflegen.

A-cappella-Freunde „Seven Up“

Sie beschenken Mitarbeiter an Licht, Ton und Merchandising-Stand mit originalen weißen Anzügen, einer Tischdecke mit einem Dreifachporträt darauf oder einem T-Shirt mit dem Testspruch des Soundmixers. Das ist sehr familiär und nahe an den Fans. Doch es ist auch hochprofessionell, was das Trio noch einmal abliefert. Besonders gut ist das an diesem Abend an einem Vergleich zu erleben. Zu Gast sind die A-cappella-Freunde  „Seven Up“, alles bemerkenswerte Sänger. Doch „Ganz Schön Feist“ kann’s deutlich besser, man ist versucht zu sagen: geschmeidiger.

Und hat was gefehlt? Ja! Das Lied „Es ist gut, wenn du weißt, was du willst“, für viele eingefleischte Fans eine Hymne. War bestimmt ein Trick. Das ist ein Grund für eine Wiedervereinigung. Bis dahin schauen wir mal, was Zeh und Schacht als „Die Feisten“ treiben.

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Startet als Duo durch

Ich weiß nicht mehr wann, aber ich weiß noch, wo es war“, sagt Mathias Zeh. ’84 oder ’85 soll es gewesen sein, das erste Konzert der Göttinger Band „Ganz Schön Feist“, damals noch ein Duo. „Beim Kunstmarkt auf Holzpaletten, dreimal dieselben drei Stücke“, sagt Zeh. Mehr Lieder gab es damals noch nicht, aber schon den Stil: Acappellacomedy.

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