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Gastspiel: „Happy Family“ im Studio des Deutschen Theaters

Zwischen Hippie-Liebe und blutigem Mord Gastspiel: „Happy Family“ im Studio des Deutschen Theaters

Sie sind noch jung, nicht mal Mitte 20. Doch sie haben sich mit einem heftigen Thema befasst. Sechs angehende Schauspieler des dritten Jahrgangs der Hochschule in Hannover haben sich mit dem Abend „Happy Family“ mit Charles Manson beschäftigt, einem Mörder und Sektenführer der noch heute in den USA im Gefängnis sitzt.

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Kuscheln als Programm: Ayana Goldstein, Robert Lang, Leonie Rainer, Lisa Marie Stoiber und  Carsten Faseler (v. l.), hinten Björn Boresch.

Quelle: Liebig

Göttingen. Und weil der in einem Lied der Beatles seine blutige Bestimmung herauszuhören meinte, bestreiten die Schauspielschüler die einstündige Produktion ausschließlich singend. Regie führte Jakob Weiss, die musikalische Leitung hatte Burkhard Niggemeier, der auch live dazu Klavier spielte. Am Mittwoch stand die Koproduktion des Studiengangs mit dem Schauspiel Hannover und dem Deutschen Theater (DT) Göttingen in dem Haus am Wall auf dem Spielplan.

Manson  hatte eine Kommune gegründet, seine Family. Hier ließ er sich als Jesus und Satan verehren, er befahl Morde, auch den an der schwangeren Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski. Erlösung erhofft Manson sich durch die Beatles, die ihm als Engel in der Wüste erscheinen sollen.

Musik auf der Bühne

Viel von dem hat das Produktionsteam aus Hannover ineinander verwoben. Viel von dem, was an Musik auf der Bühne ertönt, entstammt der Zeit, in der die Beatles ihre Hits schrieben, in der in San Francisco die Hippies von Love and Peace sangen und Manson mit seiner Sekte morden ging.

Regisseur Weiss hat einen guten Rhythmus gefunden zwischen den ruhigen Momenten innerer Einkehr und temporeichen Nummern, in denen viel Leben auf der Bühne tobt. Die jungen Schauspieler brauchten ein wenig Zeit, doch dann strahlten sie schon viel Bühnenpräsenz aus. Dafür gab es Beifall.

► Die Produktion gastiert am Dienstag, 16. April, um 20 Uhr noch einmal im Studio des Deutschen Theaters. Anschließend gibt es ein Nachgespräch mit dem Thema „Wie werde ich Schauspieler?“.
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