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Gegründet: Der Verein Göttinger Filmnetz

Vernetzen und unterstützen Gegründet: Der Verein Göttinger Filmnetz

Göttingen als Filmstadt wieder aufleben zu lassen, scheint ihnen zu vermessen. Aber an die Tradition wollen die Gründer des Vereins Göttinger Filmnetz anknüpfen, erklärt der Vorsitzende Christian Ewald, von 1989 bis 1996 Schauspieler am Deutschen Theater Göttingen.

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Vereinsgründer: Jan Reinartz, Christian Ewald und Bastian Brunke.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Offizieller Start der Aktivitäten ist die Vorpremiere des 35-minütigen Kurzfilms „Where to go“ am Sonntag, 28. April, um 11 Uhr im Lumière, Geismarlandstraße 19.  Eine „Plattform für Filmemacher in Südniedersachsen“ soll der Verein sein, erklärt Ewald und fügt an: „Wir glauben, dass Göttingen ein guter Standort für das ist, was wir vorhaben.“ Und das ist in erster Linie: „Göttinger Filmemacher vernetzen und unterstützen.“

Mit der Georg-August-Universität haben Ewald und seine Mitstreiter bereits eine Kooperation vereinbart. Über zwei Semester hinweg soll eine Drehbuchwerkstatt angeboten werden, sagt Ewald. Die Teilnehmer erhalten im Anschluss „das kleine Autorenfilmer-Zertifikat“. Umgesetzt werden sollen die entstandenen Werke dann in einem Sommercamp, an dem sich auch andere Interessierte beteiligen können.

Der Verein will Drehbücher verfilmen, die in Schreibtischen schlummerten. Auch die Ausrichtung ist bereits festgelegt: „Wir wollen narrative Kurzfilme drehen“, erläutert Ewald. Auch zum Ziel weiß der Vereinsvorsitzende einen passenden Leitsatz. Er habe als Regisseur den Schauspielern gesagt: „Wenn die Leute aus dem Theater kommen und einen Moment darüber nachdenken müssen, wo das Auto steht, ist schon viel erreicht.“

"Unter den Händen aufgegangen wie ein Hefeteig“

Im kommenden Jahr will der Verein dann auch ein Festival für Filmemacher installieren. Es soll offen sein für Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum. Doch das große Ziel des Vereins: ein Kompetenzzentrum für Film, sagt Jan Reinartz, Schauspieler am Jungen Theater und eines von derzeit 14 Vereinsmitgliedern. Weitere sollen hinzukommen, Schauspieler, Musiker, Filmemacher und andere künstlerisch Aktive sollen eintreten.

Der Filmerstling übrigens war gar nicht als Film geplant. Es sei ums Lernen gegangen, als Ewald, Reinartz und Stefanie Kuschill im Mai 2011 mit dem Schreiben begannen, erklärt Reinartz. „Und dann ist uns das Projekt unter den Händen aufgegangen wie ein Hefeteig.“ Nach Monaten des Schreibens wurde dann gedreht, hinter der Kamera: Tageblatt-Fotograf Jan Vetter.

Der Film erzählt drei parallel verlaufende Geschichten. Eine junge Frau, gerade in einer Beziehung schwer enttäuscht, kommt nach Göttingen und pflegt einen dementen Professor. Einen 40-Jährigen packt das Fernweh, dabei will doch gerade seine Freundin bei ihm einziehen. Und ein Architekt lässt ein seltenes Steifftier schätzen und gerät darüber mit seiner Ehefrau in Streit.

Die Filmrollen haben Schauspieler aller Göttinger Theater wie Reinartz, Julia Hansen und Florian Eppinger übernommen. Und Ewald verspricht: „Es ist ein Film mit leisem Humor, und er hat mit Göttingen zu tun.“

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