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Regional Gerit Kling über ihre Liebe zum Schauspiel
Nachrichten Kultur Regional Gerit Kling über ihre Liebe zum Schauspiel
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00:22 29.05.2018
Gerit Kling Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

Am letzten Tag des dritten Kurzfilmfestivals mit dem Thema „Mach mal halblang!“ hat eine ursprünglich geplante Podiumsdiskussion mit Jurypräsidentin Gerit Kling eine unerwartete Wendung genommen. Aufgrund mangelnder Gäste sprach Kling bei einem Glas Rhabarbersaftschorle über ihre Affinität zum Theater.

Kling ist Theater-, Film und Fernsehschauspielerin. Im Alter von fünf Jahren war sie zum ersten Mal in einer Hauptrolle zu sehen. „Hund über Bord“ lautete der Titel des Kino-Kinderfilms. „In der DDR hat man dazu Probenaufnahme gesagt“, erklärte Kling. Bereits zu Kindergartenzeiten hatte sie in drei Filmen mitgewirkt. Studiert hat sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, wo sie ihren Abschluss 1982 mit Diplom absolvierte. In der DDR mussten immer die Texte umgeschrieben werden, weil die Originaltexte Tantiemen gekostet hätten, erklärte Kling. „Man sagte dann also beispielsweise: gehopst wie ein Hase, statt gesprungen wie ein Karnickel.“

Sie spielte an großen Häusern wie dem Deutschen Theater in Berlin, dem Schweriner Staatstheater, dem Brandenburger Theater, den Landesbühnen Nürnberg und dem Theater am Kurfürstendamm. Bekannt wurde sie unter anderem auch durch die ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“, in der sie bis heute mitspielt. In der Zukunft plant sie in der Regie an Filmprojekten mitzuarbeiten.

Für das Schauspiel habe sich auch schon ihre Großmutter begeistert. „Sie war unglaublich komödiantisch“, erinnerte sich Kling. Das Solostück „Oben bleiben“ spielte Kling bislang am liebsten. „Ich habe wahnsinniges Lampenfieber, gleichzeitig bin aber ganz glücklich, wenn ich es erfolgreich geschafft habe“, erzählte Kling.

Die Erfahrung als Jurypräsidentin beim Göttinger Kurzfilmfestival sei neu und sehr interessant gewesen. „Das ist wie Ausprobieren für einen späteren großen Film. „Gewonnen hat der Kurzfilm, den Gerit favorisierte“, sagte Daniel Bernhard, Kassenwart beim Filmnetzwerk Göttingen. „In der Jury saßen drei Frauen und zwei Männer, und da haben sich die Frauen durchgesetzt“, erzählte Kling. Es sei eine Kampfabstimmung gewesen, da sich nicht auf einen Film geeinigt werden konnte.

Für die Jury spricht jedoch, dass es jetzt nur einen Sieger gibt, sagte Lars Wätzold. In den vergangenen Jahren musste der erste Platz immer geteilt werden.

Mehr über das Festival lesen Sie hier.

Von Lisa Hausmann

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