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00:17 25.12.2016
Von Peter Krüger-Lenz
Prof. Marion Ackermann empfiehlt Museumsbesuche.  Quelle: R
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Göttingen

„Da empfehle ich doch mal was mit Musik“, sagt Schacht am Telefon. Sein Tipp: ein Ticket für Stoppok solo. Er habe gerade eines dieser Konzerte besucht, „das war so großartig. Möglich wäre ein Konzertbesuch beispielsweise am 19. März um 20 Uhr in der Blues Garage in Isernhagen.

„Was Sinnvolles oder was Überflüssiges?“, fragt Alexis Kara, der bei der „heute-show“ regelmäßig den Außenreporter gibt. Kara lebt mit seiner Familie in Göttingen. Er entscheidet sich für das sinnvolle Geschenk: das Buch „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle. Der Autor leidet an einer bipolaren Störung und beschreibt sein Leben. „Das ist die Innenansicht eines Menschen, der Schübe hat, in denen er total verrückt ist.“ (Rowohlt, 352 Seiten, 19,95 Euro).

Dann lässt sich Kara auch noch den Tipp für das weniger sinnvolle Präsent entlocken. Das bestehe aus einer kleinen Schüssel und einem Plastikring mit hochstehenden Bügeln zwischen die man Scheiben sortieren kann – ein Gerät zu Herstellung kleiner Portionen Kartoffelchips im Mikrowellen-Herd. Das Beste: „Es funktioniert tatsächlich“, sagt Kara, „den Kindern macht das richtig Spaß“.

Bernd Gieseking, Kabarettist aus Kassel, der mindestens alle zwölf Monate nach Göttingen kommt, um seinen satirischen Jahresrückblick zu präsentieren, empfiehlt zwei Bücher, eines davon von ihm selbst geschrieben. „Ein fantasievolles Buch unter dem Baum“, erklärt er. „Seemannsgarn – Geschichten rund ums Meer“ heißt das Werk, das Uta Fischer illustriert hat (Lappan, 176 Seiten, 19,95 Euro). Die Erzählungen spielen zwischen Äquator und Nordpol, „alles erfunden, erstunken und erlogen“, ruft Gieseking und lacht.

Seine zweite Buchempfehlung hat einen deutlich ernsteren Hintergrund. Frauen, Fische, Fjorde: Über deutsche Einwanderinnen nach Island hat Anna Siegel geschrieben, „Frauen, Fische, Fjorde“ heißt das Werk (NG Taschenbuch, 272 Seiten, 15 Euro). Siegel schildert das Leben der Frauen, die 1949 nach Island gingen, weil sie nach Krieg, Flucht und Männermangel in Deutschland keine Perspektive für sich sahen.

Prof. Marion Ackermann, in Göttingen aufgewachsen und gerade zur Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ernannt, empfiehlt Kultur: „Von dem französischen Schriftsteller und Philosophen Georges Bataille stammt der Satz: ,Das Museum ist ein gigantischer Spiegel, der es dem Menschen ermöglicht, sich endlich von allen Seiten zu betrachten.‘  Mit geschenkten Tages- oder Dauerkarten für Museen und Ausstellungshäuser kann man dazu einladen. Es gibt in Göttingen und Städten wie Kassel, Hannover oder Braunschweig viele wunderbare Museen, deren Besuch ich sehr ans Herz legen möchte. Und auch nach Dresden ist es nicht allzu weit.“

Der Anruf erreicht Prof. Christian Jankwoski auf dem Weg in die Stadt. Der Konzept- und Aktionskünstler mit Weltruf ist in Göttingen aufgewachsen, inzwischen lebt er in Berlin. Er muss kurz überlegen, dann hat er den Tipp: kleine Instrumente wie winzige Trommeln oder Marimbas habe er schon häufig verschenkt, erklärt Jankowski. Die klingen immer gut und immer interessant, meint er und empfiehlt auch gleich die musikalische Session im Kreise der Familie an den Weihnachtsfeiertagen.

Lars Wätzold von der Comedy Company fragt erstmal seine Tochter nach einem Tipp. Dann allerdings fällt ihm selbst einer ein. Gerade erst habe er eine Flasche Reserve-Rum der Brennerei A. H. Risse erstanden. Nicht billig zwar, aber „ganz lecker“.

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