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Gefühlvoll mit Geige

Doppelkonzert im Göttinger "Exil" Gefühlvoll mit Geige

Auf der Suche nach dem Weg, Liebe und Gemeinsamkeit sind sie in ihren Texten. Die klangvolle Verpackung haben die jungen Musiker schon gefunden: Die Braunschweiger Band You&Me hat mit Geige und Gesang das Publikum im gut besuchtem Exil verzaubert. Tom Schreibers Blume war Göttinger Supportband.

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Tom Schreibers Blume war Göttinger Supportband.

Quelle: NR

Göttingen. Jannes Schreiber singt mit tief-rauchiger Stimme deutsche Texte. In den melancholischen Liedern der Göttinger Studentenband geht es um schwierige Entscheidungen und die Wahl des richtigen Weges. Mit Synthesizer, Melodika und Rap-Einlage von Bandfreund Alexander Krüger bietet Tom Schreibers Blume einen abwechslungsreichen Sound.

Während Tom Schreibers Blume noch nach dem Weg sucht, sind You&Me auf der Suche nach Gemeinsamkeit und dem einzigartigen Moment. Die Braunschweiger Band sind experimentierfreudig  und kreativ in ihrer Instrumentierung. Timo Lehne ist die Konstante: Mit lebendigem Gitarrenspiel und angenehmer Stimme singt er melancholische Texte. Julius Kopp unterstreicht diese Melancholie in den Refrains mit langsamen Geigenmelodien.

Der Song „Faro“, benannt nach einer südportugiesischen Stadt, ist unterlegt mit dem ruhigen Drumrhythmus von Jonas Wirth. Im Refrain zieht Kopps Geige den Abschied in schmerzliche Länge. Beruhigung und Hoffnung kommt in den Songtexten immer dann vor, wenn kurz der Blick gehoben wird: Himmel und Sterne sind wiederkehrende Motive.

David Kosel verlässt sein Schlagzeug und Sean Remmler nimmt die Hände von den Basssaiten: „Shooting Stars“ erklingt vierstimmig. Lehne übernimmt den Lead. Die drei anderen singen das Backing: „How do you know?“, wollen sie von ihrem Frontsänger wissen und lächeln dabei. Denn der Liedtext sieht keine Antwort vor. Sehr an Mighty Oaks erinnern die gesummten Eröffnungen und Beendigungen der Songs, wenn Lehne den Resonanzraum seiner Gitarre nicht für die Anschläge der Saiten, sondern die Verstärkung seiner Stimme nutzt.

Als Zugabe singen sie „­Proud as Oscar“ in einer Akustikversion, für die sie sich mitten ins Publikum auf den Tresen setzen. Mit Gitarre, Geige, Schnipsen und rhythmischem Stampfen präsentieren sie einen ruhigen, wunderschönen Song und lassen das Publikum verstummen und lauschen. Ein ruhiger, entspannter, abwechslungsreicher Abend oder wie Jannes Schreiber von „Tom Schreibers Blume“ das Konzert beschreibt: „Schön, dass es so schön ist.“

Von Jorid Engler

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