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In anderen Zeiten und Welten

Konzert von Mittelalterbands in der Zentralmensa In anderen Zeiten und Welten

Treibende Dudelsack- und Schalmeienklänge, fantasievolle Gewänder und lyrische Liedtexte, die von anderen Zeiten und Welten erzählen. Drei Bands der Mittelalterszene haben am Sonnabend in der Göttinger Zentralmensa gespielt. Etwa 150 bis 200 Zuhörer waren bei der „Mittelalter Mensa“ dabei.

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 Drei Bands der Mittelalterszene haben am Sonnabend in der Göttinger Zentralmensa gespielt.

Quelle: AIB

Göttingen. Die Konkurrenz ist groß. Während sich die Besucher der „3. Nacht des Wissens“ im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) tummeln, hätte sich das Team vom Kulturbüro des Studentenwerks, das die Mittelalter Mensa ausrichtet, doch mehr Zuhörer gewünscht. Aber diejenigen, die gekommen sind, haben  ihren Spaß.

Frauen in fließenden Gewändern, Männer in langen Röcken, Trinkhörner an Gürteln. Die Farbe Schwarz dominiert. Aus Northeim, Höxter, Thüringen und dem Raum Kassel sind die Leute zum Teil gekommen. Der Konzertabend ist gleichzeitig auch ein Treff der Mittelalterszene. Und das Schöne daran ist, dass man sich hier auch als augenfällig Szenefremder willkommen fühlt und ganz schnell ins Gespräch kommt.

Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung geht es los. Aber statt Murren ist gelassenes Warten und reges Plaudern angesagt, bis die Gruppe Mandragora Thuringia auf die Bühne kommt.

Harte Gitarrenklänge lässt die siebenköpfige Epic-Folk-Metal-Band, die gerade mit dem Deutschen Rock & Pop Preis 2016 in drei Kategorien ausgezeichnet wurde und ihre erste CD herausgebracht hat, auf Instrumente wie Akkordeon und Drehleier treffen. Besonders hartnäckig bleibt ihr martialisch-stampfender Song „Kriegselefanten“ im Ohr hängen.

Danach spielt die Band Krayenzeit mit ihrem Folkmetal einen melodisch-mitreißenden Mix aus typischen Metal-Rhythmen, traditionellen Instrumenten und folkloristischen Melodien mit Texten, die Geschichten erzählen wie die in dem traurigen Lied von Jesus, der zum Himmel aufgefahren ist und feststellt: „2000 Jahre bin ich nun allein“. Mit großer Präsenz sorgt Sänger Markus Engel für Stimmung unter den Zuhörern. Markant für den Sound der Krähen sind vor allem Multiinstrumentalistin Jula Groth (Rauschpfeifen, Flöten, Concertina, Chalumeau) und Geigerin Natalie, die kurzfristig eingesprungen ist. Als weitere Formation stand Harpyie auf dem Programm.

Von Karola Hoffmann

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