Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional In anderen Zeiten und Welten
Nachrichten Kultur Regional In anderen Zeiten und Welten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 25.01.2017
 Drei Bands der Mittelalterszene haben am Sonnabend in der Göttinger Zentralmensa gespielt. Quelle: AIB
Anzeige
Göttingen

Die Konkurrenz ist groß. Während sich die Besucher der „3. Nacht des Wissens“ im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) tummeln, hätte sich das Team vom Kulturbüro des Studentenwerks, das die Mittelalter Mensa ausrichtet, doch mehr Zuhörer gewünscht. Aber diejenigen, die gekommen sind, haben  ihren Spaß.

Frauen in fließenden Gewändern, Männer in langen Röcken, Trinkhörner an Gürteln. Die Farbe Schwarz dominiert. Aus Northeim, Höxter, Thüringen und dem Raum Kassel sind die Leute zum Teil gekommen. Der Konzertabend ist gleichzeitig auch ein Treff der Mittelalterszene. Und das Schöne daran ist, dass man sich hier auch als augenfällig Szenefremder willkommen fühlt und ganz schnell ins Gespräch kommt.

Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung geht es los. Aber statt Murren ist gelassenes Warten und reges Plaudern angesagt, bis die Gruppe Mandragora Thuringia auf die Bühne kommt.

Harte Gitarrenklänge lässt die siebenköpfige Epic-Folk-Metal-Band, die gerade mit dem Deutschen Rock & Pop Preis 2016 in drei Kategorien ausgezeichnet wurde und ihre erste CD herausgebracht hat, auf Instrumente wie Akkordeon und Drehleier treffen. Besonders hartnäckig bleibt ihr martialisch-stampfender Song „Kriegselefanten“ im Ohr hängen.

Danach spielt die Band Krayenzeit mit ihrem Folkmetal einen melodisch-mitreißenden Mix aus typischen Metal-Rhythmen, traditionellen Instrumenten und folkloristischen Melodien mit Texten, die Geschichten erzählen wie die in dem traurigen Lied von Jesus, der zum Himmel aufgefahren ist und feststellt: „2000 Jahre bin ich nun allein“. Mit großer Präsenz sorgt Sänger Markus Engel für Stimmung unter den Zuhörern. Markant für den Sound der Krähen sind vor allem Multiinstrumentalistin Jula Groth (Rauschpfeifen, Flöten, Concertina, Chalumeau) und Geigerin Natalie, die kurzfristig eingesprungen ist. Als weitere Formation stand Harpyie auf dem Programm.

Von Karola Hoffmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Regional Premiere von "Maboroshi" im Deutschen Theater - Schatten der Seele

In seiner neuen Solo-Tanzperformance "Maboroshi" nähert sich der Göttinger Butoh-Tänzer Tadashi Endo der unsichtbaren Seele an. Am Sonnabend hatte das Stück Göttingen-Premiere - 45 Minuten berührend getanzte Poesie und Melancholie.

25.01.2017
Regional Gesangsquartett Maybebop in der Stadthalle - Unterm Gummibaum

Die A-cappella-Gruppe Maybebop hat am Sonnabend das Publikum in der Stadthalle von den Sitzen gerissen. Neben ihrem aktuellen Programm „Das darf man nicht“ präsentierte das Ensemble um Oliver Gies bekannte Hits wie „Gummibaum“ und „Der Erlkönig“, sowie einen Ausblick auf die kommende Produktion „Systemfehler“.

25.01.2017

Kein Jubiläum, aber eine hübsche Schnapszahl: Ihr 111-jähriges Bestehen feiert die 1906 gegründete Akademische Orchestervereinigung Göttingen (AOV). Am Sonnabend hat das Orchester sein Festjahr mit einem anspruchsvollen Konzert eröffnet. Musik von Barber und Rachmaninow stand auf dem Programm.

25.01.2017
Anzeige