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Regional Göttinger Band Mila Mar beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig
Nachrichten Kultur Regional Göttinger Band Mila Mar beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig
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13:34 02.06.2015
Wieder vereint: die Göttinger Band Mila Mar. Quelle: EF
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„Unsere Lieder sind zu laut, um in Stille abzutauchen“, war vor rund vier Wochen auf Eurer Facebook-Seite zu lesen. Zuvor hatte es zwei Promovideos auf der Website gegeben, mit denen ein Konzert am Pfingstmontag in Leipzig angekündigt wurde. Und plötzlich war Mila Mar wieder da. Wie ist es zum zweiten Anlauf gekommen?
Anke Hachfeld: Wir alle wollten Frieden. Wir haben so viel in der Vergangenheit zusammen erlebt, durchlebt und unsere eigene musikalische Welt geschaffen, eben Mila Mar. Im Grunde hatten wir Sehnsucht nach unserem Klang.

Das Heidnische Dorf, der große Mittelaltermarkt während des Festivals, bietet zwar eine tolle Bühne, aber nachmittags hat es noch geregnet. Warum seid ihr für ein solch wichtiges Konzert nicht in eine Halle gegangen?
Katrin Beischer: Der Veranstaltungsort war die richtige Wahl, und auch mit dem Wetter hatten wir Glück, der Optimist war also ein guter Ratgeber. Draußen zu spielen, ist schon sehr schön. Wir freuen uns, dass auf diese Weise so viele Menschen diesen Augenblick mit uns teilen konnten und sind glücklich über die herzlichen Reaktionen, die uns dort entgegengebracht wurden. Es war für uns alle ein sehr bewegendes Konzert.

Soll es bei dem Konzert in Leipzig bleiben oder sind weitere Auftritte geplant? Göttingen und Umgebung wären doch mal was. Immerhin wäre die Anreise kein Problem. Obwohl: Leben die Bandmitglieder überhaupt alle dort?
Hachfeld: Ja, wir wollen weiter spielen. Wir wünschen uns, in Zukunft besondere Orte bespielen zu können, und die werden wir sicher finden.
Beischer: Zwei Bandmitglieder leben immer noch hier und die Proben finden in Göttingen statt. Es wäre sehr schön, wieder in dieser Stadt zu spielen. Unser letztes Konzert hier war 2001 in der Johanniskirche, und wir denken sehr gerne daran zurück.

Ihr habt mehr als ein Jahrzehnt pausiert, obwohl die Band nie offiziell aufgelöst wurde. Dennoch sind zwölf Jahre seit dem Album Picnic on the Moon vergangen. Was habt Ihr in der Zwischenzeit gemacht?
Hachfeld: Wir alle haben weiterhin Musik gespielt, zum Teil nicht öffentlich, aber dennoch. Außerdem sind echte Wunder auf die Welt gekommen, heute sechs und sieben Jahre alt. Es wurden Familien gegründet, Reisen unternommen, Theater gespielt, Abschiede erkämpft und jede Menge Kreativität ausprobiert.

Soll es musikalische Veränderungen geben? Oder gar eine neue Sprache, in der die Texte verfasst sein werden?
Hachfeld: Die neuen Songs sind typisch Mila Mar. Sie fliegen melancholisch durch Bergketten und landen in unbekannten Fantasiewelten. Da ist dieser eigene Mila-Mar-Klang, dessen Wert uns allen nach langer Zeit umso deutlich geworden ist.

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