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Göttinger Boat People Project: Theater mit Pflegepatienten

„Alte Träume“ Göttinger Boat People Project: Theater mit Pflegepatienten

Ulrich Boll winkt schon von weitem. Er bewegt sich flott mit Rollstuhl durch das Atrium in dem Pflegeheim „Pro Senioren Residenz“, in dem er untergebracht ist. Boll war als Taxifahrer in Stuttgart noch flotter unterwegs – bis ihn ein Schlaganfall aus der Bahn warf.

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Mit Spaß dabei: Boll im Rollstuhl mit Assistent Martin Jurk, Aeschlimann, Heimleiterin Carmen Flückinger und Chevallerie (hinten v. l.).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Jetzt spielt er eine Rolle in dem Theaterstück „Alte Träume“, das zwei Theatermacher vom Göttinger Boat People Project entwickelt haben: Reimar de la Chevallerie und Franziska Aeschlimann. Premiere ist am Sonnabend, 19. April, um 19 Uhr in dem Heim, Friedländer Weg 55a.

Eigentlich wollten Chevallerie und Aeschlimann für ein halbes Jahr einmal pro Woche ins Heim kommen, um mit den Senioren ein bisschen Theater zu machen. Es kam anders. „Hier sind nicht die fitten 70- oder 80-Jährigen, mit denen man dann arbeitet“, erklärt Chevallerie, „das ist ein Pflegeheim“.

Inzwischen sind die beiden Regisseure beinahe täglich im Haus und reden mit ihren Schauspielern. Was dabei herauskommt, ist nicht klar. Eher Performance als Theater, sagt Chevallerie. „Manchmal wollen sie einfach etwas anderes erzählen, als abgesprochen ist.“

Weitere Vorstellungen: 21. und 28. April um 16 Uhr sowie am 26. und 27. April um 19 Uhr. Am Sonntag, 20. April, wird um 11 Uhr in der Torhaus-Galerie, Kasseler Landstraße 1, eine Ausstellung mit Fotos und Videos zum Entstehen der Produktion eröffnet.
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