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Göttinger Figurentheatertage: „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, ...“

Haufen mit Geheimnis Göttinger Figurentheatertage: „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, ...“

Die moderne Welt ist voll von Experten, das ist auch im Reich der Tiere nicht anders. Professor Dr. Fliege beispielsweise ist Experte der „Kackologie“ und das, was Kinder heute überwiegend „Kacka“ nennen – oft zum Entsetzen der Großeltern – spielt neben einem kleinen Maulwurf die Hauptrolle in „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“.

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Hase und Maulwurf in guten Händen: Hendrikje Winter vom Krokodiltheater Tecklenburg.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das bekannte und beliebte Kinderbuch von Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch war nun in einer Adaption des Krokodiltheaters aus Tecklenburg im Rahmen der Göttinger Figurentheatertage zu erleben. Was die kleinen und überwiegend wissenden Zuschauer im Kindergartenalter richtig gut hinbekamen war, das Geheimnis um den Haufen auf des Maulwurfs Kopf nicht vorschnell zu lüften.

Die Ansage seitens der Figurentheatertage war äußerst sinnig, denn sonst hätte die Suche nach dem Schuldigen nur halb so viel Spaß gemacht.  So pusten die Kinder das Licht aus, und auf die Bühne kommt Hendrikje Winter mit einer vollbeladenen Schubkarre mit allem, was sie so braucht für die Geschichte, die von ihr allein erzählt wird.

Maulwurf Ludwig geht frohen Mutes seinem Tagewerk nach: „Schipp und Schapp, das mach’ ich den ganzen Tag“. Und dann ist er plötzlich da, der Haufen und der Ärger über diese stinkende Kopfbedeckung. Ludwig singt nun in Moll: „Wer hat mir auf den Kopf gemacht, wer hat mich beschissen?“ Das erntet natürlich Lacher.

Alle erbringen den Beweis ihrer Unschuld

Mit großer Ruhe, fein durchkomponierten Bewegungen und großartigem Mienenspiel erweckt Winter die Vögel, den proletenhaften, berlinernden Hasen, Schwein und Kuh sowie das Pferd und das Tätertier zum Leben. Und bis auf den Täter und den Hasen, der gerade nicht kann, erbringen alle live den Beweis ihrer Unschuld. Und da muss dann eben der Experte ran, der Hans Heinrich, den Metzgershund, der Tat überführt.

Über weite Strecken zauberhaft ist das, was Winter und Regisseur Dietmar Staskowiak der bekannten Geschichte abgewinnen. Die liebevoll gestalteten Puppen und die warm beleuchtete Idylle bilden einen komisch bis interessanten Kontrast zu all den Haufen, die am Ende die Szenerie zieren. Gekonnt wird das Publikum einbezogen und eine knappe Stunde bestens unterhalten.

Von Marie Varela

figurentheatertage.goettingen.de
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