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„Göttinger Händel-Gesellschaft“ begeht 80. Geburtstag

Grund zum Feiern „Göttinger Händel-Gesellschaft“ begeht 80. Geburtstag

Die Göttinger Händel-Gesellschaft hat Grund zu feiern: Am heutigen Sonnabend begeht der Verein der Händel-Freunde seinen 80. Geburtstag.

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Beteiligt an der Göttinger „Händel-Renaissance“: Die Akademische Orchestervereinigung 1920.

Quelle: EF

Im Jahr 1931 hatten sich die Gründer des Vereins auf ihre Fahnen geschrieben, das musikalische Werk Georg Friedrich Händels zu pflegen und den Festspielen neue Impulse zu verleihen. Seitdem sind aus wenigen Mitgliedern rund 1300 Menschen geworden, die das international renommierte Festival mit viel Engagement und Leidenschaft unterstützen. Für die Mitglieder der Göttinger Händel-Gesellschaft sind der Verein und die Festspiele oft mehr als nur eine Institution.

Ruth Bremer, offizielles Vereinsmitglied Nummer eins, beschreibt die Begeisterung der Mitwirkenden, die sich zu Pfingsten auf die ganze Stadt überträgt so: „Göttingen hat dann eine Atmosphäre, die ist wunderbar. Jedes Jahr heißt es zur Festspielzeit ,Heute gehen wir wieder morgen früh nach Hause‘.“

Ihre erste Händel-Oper in Göttingen sah die heute 82jährige bereits 1942. Durch ihren Vater, der schon seit 1920 in der Akademischen Orchestervereinigung musiziert hatte, wuchs sie in den Verein hinein und erlebte die Musiker und Solisten nicht nur in den Vorstellungen, sondern auch privat. Nach dem Zweiten Weltkrieg beherbergten die Eltern die Künstler als Übernachtungsgäste. Auch Freundschaften hielten über die reine Festspielsaison hinaus und „die alte Zeit, die Händelzeit, kam dann immer wieder“.

Unter der Leitung von Oskar Hagen wurde 1920 mit „Rodelinde“ erstmals nach mehr als 200 Jahren wieder eine Händel-Oper aufgeführt und damit die sogenannte „Göttinger Händel-Renaissance“ angestoßen. Durch die Liebe zur Musik und hohen persönlichen Einsatz des Vereinsvorstandes und der musikalischen Leiter entwickelten sich die Festspiele von einer regionalen Veranstaltung zu einem Festival mit internationaler Strahlkraft. Maßgeblich engagierten sich unter anderem Walter Meyerhoff als geschäftsführender Vorstandsvorsitzender (1931 – 1976) sowie die musikalischen Leiter Fritz Lehmann (1934 – 1953), Günther Weißenborn (1960 – 1980), John Eliot Gardiner (1981 – 1990) und Nicholas McGegan (1991 – 2011). Heute fördert der Verein mit dem Wettbewerb „Göttinger Reihe Historischer Musik“ insbesondere auch den musikalischen Nachwuchs.

(hc)

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