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Regional Jahresausstellung der Künstlergruppe Kreis 34 eröffnet
Nachrichten Kultur Regional Jahresausstellung der Künstlergruppe Kreis 34 eröffnet
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10:43 10.12.2018
Werkschau der Gruppe Kreis 34, hier: Wolfgang Hiltscher „Das goldene Kalb“. Quelle: Peter Heller
Göttingen

16 Künstler präsentieren in diesem Jahr ihre Arbeiten im Weißen Saal und in der Oberen Galerie. „Kunst braucht Vielfalt“. Über dieses Zitat von Rainer Lynen sprach die Kunsthistorikerin Klara Wagner bei der Eröffnung der Ausstellung am Sonntagvormittag. Zur Vielfalt, so Wagner, gehören Ideen, Quellen, die Künstler selbst. Kunst braucht Vielfalt ist aber auch ein Motto der Künstlergruppe Kreis 34, die bereits 1969 in Göttingen gegründet wurde. Wer hier mitarbeitet, möchte weg vom Abbilden, von der Nachahmung, auch beim bildhauerischen Gestalten und beim Fotografieren, hin zur Gestaltung. Mit der Jahresausstellung geben die Künstler Einblick in diesen Prozess.

Fragestellungen der Betrachter

Ein zweites Zitat erwähnte Wagner in ihrer Einführung: „Kunst ist schön und macht aber viel Arbeit“ (Karl Valentin). Nicht alle Prozesse der Entstehung seien im fertigen Werk zu sehen. Oft gehe der Künstler erhebliche Umwege. Und selbst in der Ausstellung sei das Kunstwerk nicht fertig. Hier kämen die Zuschauer ins Spiel. Die Fragestellungen der Betrachter an Kunst und Werke schaffen neue Perspektiven.

Beim Gang durch die Ausstellungsräume begegnet dem Besucher in der Tat ein breites Spektrum. Mit dem Thema Holz etwa hat sich Greta Mindermann-Lynen beschäftigt. Sie zeigt unter den Titeln „Europa“ oder „Der Keil“ schroffe, an der Oberfläche schwarze und teilweise extrem spitze Skulpturen. Das Gemälde „Der Fremde“ von Friederike Hammer wirkt, obwohl in starken Farben gemalt, fast skizzenhaft, ein diffus grauer Hintergrund verstärkt diesen Eindruck.

Arbeiten von Mina Farjadi: „gefangen“. Quelle: Peter Heller

Schwarze Krähen in einem blattlosen Baum: Arash Garemani hat sein Winterfoto auf feines Papier gedruckt, an den Ränder verschwimmt die Farbe, es entsteht ein Eindruck von Zeichnung. Glänzende Metallflächen hat Käthe-Charlotte Sablotzki-Weise in ihre Malerei integriert. Düster zeigt sich „Kain erschlug Abel“ von Wolfgang Hiltscher. Stroh und Sand bilden die Basis des Bildes, darüber wölbt sich ein bedrohlicher rot-schwarzer Himmel.

Reibungsflächen

Tina Fibinger sprach in ihrem Teil der Einführung von der Notwendigkeit der Kontroverse. Eine Künstlergemeinschaft sei auf Reibungsflächen angewiesen. Eine erste solche Reibungsfläche könne das Material sein. Ein Dialog mit Holz, mit alltäglichen Gegenständen, wie es Mina Farjadi in ihren Collagen tut. Sie benutzt beispielsweise einen alten Tuschkasten, getrocknete Blätter und Draht. Metall ist das Material der Wahl bei Frank-Helge Steuer. Seine silbrige Skulptur „Au contraire“ steht vor einem leuchtend roten Hintergrund. „Subtiler Dialog“, Fibinger benutzt diese Formulierung mehr als einmal und sie könnte sehr wohl ein Überbegriff für diese Ausstellung sein.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis zum 30. Dezember dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr im Künstlerhaus, Gotmarstraße 1 geöffnet.

Am 16.Dezember findet von 11-16 Uhr ein Kunstmarkt in der Ausstellung statt. Bilder, Miniaturen, Karten und Drucke können dort direkt von den Künstlern erworben werden.

Von Christiane Böhm

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