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Regional Göttinger Sängerin Luzy stellt erste Solo-CD vor
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00:19 15.01.2018
Erfrischender Auftritt: Die Sängerin, Gitarristin und Pianistin Luzy Quelle: Jörg Linnhoff
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Göttingen

Es ist viel passiert bei Luzy in den vergangenen Monaten, in denen letztendlich der Entschluss reifte, ihr Leben allein der Musik widmen zu wollen. Dazu braucht es Geduld und Talent. Und Letzteres hat sie zweifelsohne. Ihre Musikalität wurde früh entdeckt und gefördert. Mit fünf Jahren begann sie eine Klavierausbildung, später kamen Gitarre, Gesangsunterricht und das Songwriting dazu. Nach ersten Erfolgen im Girl-Duo „Mary Kicks Mary“ steuert sie nun eine Solokarriere an.

Viele Verwandte, Freunde und Bekannte sind gekommen. Bis an den Bühnenrand sitzen die erwartungsvollen Besucher und erzeugen so eine Art Wohnzimmeratmosphäre. „Total geil wie voll das hier ist“, lautet Luzys erste Reaktion. Kaum in Göttingen angekommen, führte Luzy der erste Gang noch vor der Uni auf die offene Bühne im Nörgelbuff. Auch ihr erstes Solokonzert hat sie dort gegeben.

„Lifes Golden Side – acoustic session“ ist der Titel ihrer CD. Aufgenommen wurde diese in Tom Spötters Out-O-Space Studio in der Musa, das Endmastering fand in der Klangschmiede von Pauler Acoustics in Northeim statt.

Verständliche Geschichten

Mit klarer, kraftvoller Stimme singt Luzy eigene Lieder in englischer Sprache zur Gitarre, E-Gitarre oder zur Klavierbegleitung. Sie legt großen Wert auf die Texte. Ihre Songs erzählen Geschichten von Erlebtem, von Beobachtungen oder Gefühltem, Geschichten, die für die Besucher verständlich sein sollen.

Zu ihrem CD-Release Konzert hat sie einige Überraschungsgäste  eingeladen. Zu „Summer Sun Ride“ wird sie von Johanna Mardt und Charlotte Anweiler gesanglich unterstützt. „Shoot The Window“ veredelt Valeria Hartung am Cello und gerappt wird auch, wenn Jonas alias Controverse zu „Wisdom“ auf die Bühne kommt.

Einblick in das Leben von Luzy

Zwischendurch gibt Luzy mit kleinen Anekdoten Einblicke in ihr Leben. Als die Nachbarin klingelt und fragt, ob sie diejenige sei, die immer Musik mache, ahnte sie nichts Gutes. Heraus kam dann eine Einladung, auf der Hochzeit der Nachbarin zu singen, wo sie auch den Titelsong ihrer CD „Lifes Golden Side“ gesungen hat.

Von Stück zu Stück wechselt sie die Instrumente. Ihr bisher eher selten gehörtes Können auf dem E-Piano zeigt sie zu „See, See, See“ oder „7 Days Of Disbelief“, in dem sie über den großen Schmerz und Verlust nach der Trennung von „Mary Kicks Mary“, der ein heftiger Streit voraus ging, singt.

Mit „Rockstar Joe“ über einen Lehrer, der zugleich Musiker ist und ein ums andere Mal morgens verkatert in die Schule kommt, kündigt sie ihren letzten Song an. Aber das euphorische Publikum ruft nach Zugaben. Die bekommt es auch mit einer ganz eigenen Fassung von Alphavilles Hit „Big In Japan“, bevor mit „Sing My Dear“ eine Künstlerin die Bühne verlässt, deren erfrischendes Auftreten mitreißend und ansteckend zugleich war.

Von Jörg Linnhoff

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