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Musiker des GSO und Chefdirigent bei Kunstaktion vor dem Alten Rathaus

Klassik-Profis und brennende Bretter Musiker des GSO und Chefdirigent bei Kunstaktion vor dem Alten Rathaus

Spaß habe es ihnen gemacht, sagen Matthias Weiss, Lewis Forward und Helmut Pöhner, wenn auch die Kälte nicht gut für die Instrumente sei. Die drei Musiker des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO) sind gemeinsam mit Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller Mittwochmittag zu einer Kunstaktion auf den Marktplatz vor dem Alten Rathaus gekommen.

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Kunst gemeinsam: Weiss, Forward, Mueller, Pöhle und Taguchi (v.l.).

Quelle: Heller

Göttingen. Der japanische Künstler Yukihiro Taguchi verbrennt Holz in einer alten Mülltonne, das macht er schon seit zwei Wochen an verschiedenen Orten in der Stadt (Tageblatt berichtete). Er fotografiert dabei die Bretter und Latten, legt sie immer wieder um, verschiebt die Tonne. Einen Film wird er aus diesen Fotografien zusammenschneiden.

Die GSO-Musiker haben sich am Gänseliesel-Brunnen zusammengestellt und bereiten ihre Instrumente vor. Sie stimmen sie, Tonfolgen erklingen, „Take five“ von Dave Brubeck und seinem Quartett sticht hervor, sie können eben auch Jazz, die Klassik-Profis.

Auch die Improvisationen, die dann folgen, belegen die Professionalität von Oboist Weiss, Trompeter Pöhner und Geiger Forward – und die von Mueller, der das Trio mit Taktstock dirigiert. Immer wieder klingt bekanntes durch wie Mozarts „Kleine Nachtmusik“ oder der Cancan.

Quasi trocken

Schließlich spielen alle drei noch ein Solo und fordern Mueller ebenfalls dazu auf. Der dirigiert – quasi trocken.

Weil seine Musiker ihm ebenso zuschauen wie rund 50 Passanten, darunter der Butoh-Tänzer Tadashi Endo, eine Reihe Göttinger Lehrer, Vertreter des Kunstvereins, auf dessen Initiative Taguchi nach Göttingen gekommen ist, und Nils König, der mit seinen Kollegen vom Verein „Kultur unterstützt Stadt Göttingen“ gerade die große Kunst-Gala am Sonntag, 9. März, in der Stadthalle vorbereitet.

Dort soll zumindest ein Teil des Taguchi-Films gezeigt werden. In den kommenden Tagen wird er dafür auch auf dem Unicampus und vor dem Bahnhof unterwegs sein.

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