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Regional Göttinger Symphonie-Orchester erinnert an den Flötenmeister Quantz
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16:59 08.05.2013
Flötenmeister: Das Quantz-Denkmal in Scheden. Quelle: Mischke
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Scheden

Wer von Göttingen aus zu diesem Konzert anreist, startet mit dem Genuss schon auf der Fahrt: Hellgrün leuchten die jungen Buchenblätter in den Wäldern, und auf den frisch ergrünten Wiesen leuchten die Himmelschlüssel, die den Frühling mit gelben Farbtupfern schmücken.

Dazu passte das Programm des GSO perfekt. Drei Werke, die zuvor bereits am Donnerstag in der Universitätsaula erklungen waren (Tageblatt berichtete), bildeten den Rahmen für das a-Moll-Flötenkonzert von Quantz: je eine Symphonie von Johann Baptist Vanhal und Jan Václav Voříšek sowie ein Trompetenkonzert von Johann Baptist Georg Neruda.

Die Musik von Vanhal und Neruda ist in erster Linie galant, sie soll den Hörer unterhaltsam erfreuen, ebenso das Flötenkonzert a-Moll von Johann Joachim Quantz. Hier steht der zeittypisch Ton ganz im Vordergrund. Doch das bedeutet in keiner Weise eine Qualitätsminderung – was das virtuose, stilsichere Solospiel der GSO-Flötistin Bettina Bormuth nachhaltig unter Beweis stellte.

Mit ihrem blühenden, ausdrucksintensiven Ton machte die Solistin dieses Konzert zu einem wundervollen Farbtupfer in der Göttinger Frühlingslandschaft.

Voříšeks D-Dur-Symphonie besitzt ein ganz anderes Kaliber mit ihrer Nähe zu Beethoven, mit ihrem scharfen individuellen Profil. Sie grenzt sich vom gefälligen Zeitgeschmack ab, zeigt ein unverwechselbares musikalisches Gesicht mit markanten, ja bisweilen schroffen Zügen. Die Begeisterung für diese Symphonie war so groß, dass Dirigent Christoph-Mathias Mueller Teile des Scherzos als Zugabe wiederholen musste.

Von Michael Schäfer

Das nächste Quantz-Konzert in Scheden mit dem GSO: 27. April 2014.

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