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Göttinger Symphonie-Orchester präsentiert Musik aus dem Volksmund

Kraftvoll und majestätisch Göttinger Symphonie-Orchester präsentiert Musik aus dem Volksmund

Volkslieder und Märchen inspirierten Komponisten immer wieder zu neuen Kompositionen. Dabei blieb stets die Schwierigkeit, gesprochenes Wort in Musik umzusetzen. Das fünfte Konzert des Philharmonischen Zyklus II des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO)mit dem Titel „Volksmund“ stand ganz in volkstümlicher Tradition.

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Als Solist engagiert: der Bratschist Lawrence Power.

Quelle: Heller

Göttingen. Mit Werken von Bartók, Hindemith und Rimski-Korsakow hat das Orchester unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller in der Stadthalle viele kleine Geschichten erzählt.

Bartóks „Bilder aus Ungarn“ eröffnen das Konzert. Zwitschernde Bläserstimmen mischen sich zu Beginn mit den sanften Klängen des Orchesters. Auf rasante Passagen folgen zarte Melodien und heitere, tänzerische Sätze. So unterschiedlich die Bilder auch sind, das GSO spielt jede der dargebotenen Stimmungen mit starkem Ausdruck. Ein punktgenauer Abschlussstreich beendet das Werk.

Mit Lawrence Power, dessen Hindemith-Einspielungen inzwischen zu Referenzaufnahmen geworden sind, konnte das GSO einen bedeutenden Bratschisten für die Aufführung von Hindemiths „Der Schwanendreher“ gewinnen. Mit vollem Körpereinsatz und grandiosem Spiel begeistert er das Publikum.

Begleitet von einem kleinen Orchester entlockt er seinem Instrument im ersten Satz kraftvolle und majestätische Klänge. Zart und gefühlvoll klingt der zweite Satz, Harfenspiel und sanfte Holzbläser harmonieren mit Powers ausdrucksstarker Darbietung. Nach den teils heiter, und teils schmerzhaft wirkenden Variationen bricht das Publikum schließlich in begeisterten Applaus aus.

Die weltberühmten Geschichten aus 1001 Nacht liegen Rimski-Korsakows symphonischer Suite „Scheherazade“ zugrunde. Fünf kleine Geschichten, verbunden durch immer wiederkehrende Partien mit Solo-Violine und Harfenbegleitung, erwecken die Bilder der persischen Prinzessin zum Leben. Besonders bildlich wird die Musik in der letzten Erzählung. Mit einem lauten Gong erscheint das durch den Titel vorgegebene Bild eines zerschellenden Schiffes vor dem inneren Auge der Zuhörer.

Das GSO erzählt  an diesem Abend alle Geschichten durch feinfühlige Interpretation und ein höchst präzises, stets aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel musikalisch nach.

Von Tina Evers

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