Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Wer hat Angst vor Mr. Werwolf?

GSO-Familienkonzert Wer hat Angst vor Mr. Werwolf?

Eine musikalische Detektivgeschichte für Kammerorchester mit Sprecher und Bildprojektion haben am Sonntag 450 Kinder und Erwachsene im Deutschen Theater in Göttingen erlebt. „Wer hat Angst vor Mr. Werwolf?“ heißt das Stück von Jörg Hilbert. Die Musik stammt von Felix Janosa.

Voriger Artikel
Keine Zeit mehr zum Lynchen
Nächster Artikel
Kräftig und zugleich schwerelos-schwebend

Familienkonzert des GSO "Wer hat Angst vor Mister Werwolf?" im Deutschen Theater

Quelle: Bänsch

Göttingen. Mit einer Ritter-Rost-Figur aus der Kindermusical-Reihe erschien der Autor auf der Bühne. Den Ritter, erklärte Hilbert, lasse er in der Detektivgeschichte nicht mitspielen. Aber den Bösewicht habe er sich aus dem Musical ausgeliehen. Aus Mies, dem Werwolf, sei Mr. Werwolf geworden. Anders als bei Ritter Rost sei es bei diesem Stück mit der Musik gewesen. Während sonst Janosa die Stücke vertone, habe er sich diesmal zu Janosas Musik eine Geschichte ausgedacht.

 „Für das Abenteuer brauchte ich weitere Figuren“, berichtete Hilbert. Bei Sergej Prokofjews musikalischem Märchen „Peter und der Wolf“ sei er fündig geworden. Peter und dessen Großvater sowie die Ente und den Vogel habe er übernommen.

Der kleine Peter mit der großen Lupe ist der Held der Geschichte. Als Privatdetektiv ermittelt er im Auftrag einer liebreizenden Katze. Deren beste Freundin, die Ente, ist verschwunden. Sprecher Karsten Zinser erzählte die Geschichte mit warmer, voller Stimme. Bilder, die Hilbert gemalt hatte, erschienen auf der Leinwand.

 Da war die Ente zu sehen, die zur Begeisterung der Kinder eine Taucherbrille trug. Ganz schön unheimlich kam ihnen Mr. Werwolf vor. Blutunterlaufen waren seine Augen und die Zähne gefährlich lang, erzählte nach dem Stück aufgeregt ein Junge seiner Mutter, während sie geduldig in einer langen Schlange auf ein Autogramm von Hilbert warteten.

 „Wer hat Angst vor Mr. Werwolf?“, fragte Peter selbstbewusst zwei Geheimpolizisten, die in Mr. Werwolfs Bar "Zum Diamanten" herum schnüffelten. Sie waren auf der Suche nach Rotkäppchen, den sieben Geißlein und der Großmutter.

 Das Göttinger Symphonie Orchester unter Leitung von Jürgen Bruns spielte Janosas Musik, die von Tobias PM Schneid fulminant arrangiert worden war. Die Bläser produzierten die merkwürdigsten Geräusche, die Posaunisten etwa mit dem Dämpfer ein Quaken. Drei Perkussionisten, Harry Bidlingmaier, Mihaela Despa und Frank Schauer, sorgten für viele weitere ungewöhnliche Klänge. Die Musiker, die das ganze Stück über gut zu tun hatten, spielten unter anderem die südamerikanische Kürbisrassel Cabasa und spanische Kastagnetten, Tamburin, Tamtam und Vibraphon. Auch eine Hupe und eine Trillerpfeife erklangen. Am Klavier brillierte Tatjana Blome, die auch mit jazziger Barmusik überzeugte. Peters Großvater arbeitete nämlich als Barpianist für Mr. Werwolf. Für das schöne Stück gab es viel Applaus.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag