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Regional „Gott ist nicht schüchtern“
Nachrichten Kultur Regional „Gott ist nicht schüchtern“
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16:43 18.04.2017
Von Peter Krüger-Lenz
Quelle: gt
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Berlin

Grjasnowa behandelt diesmal den Syrienkrieg und seine Folgen. Erzählt wird die Geschichte zweier junger Syrer, des aus Paris zurückgekehrten Schönheitschirurgen Hammoudi und der Schauspielerin Amal. Beide stammen aus der privilegierten Oberschicht. Umso größer ist ihr Absturz mit Beginn des Bürgerkriegs. Amal gerät in die Fänge der Geheimpolizei, Hammoudi wird Arzt an der Front. Später gelingt beiden die dramatische Flucht nach Deutschland.

Leider tappt Grjasnowa in allzu viele Klischees: So gut wie jeder bekannte Aspekt des Syrienkrieges und der Flüchtlingskrise wird abgehakt. Vor allem in den Kapiteln über Deutschland am Ende wird aus dem Roman eher eine weitere Flüchtlingsreportage, bei der selbst die marodierenden Rechtsradikalen nicht fehlen dürfen.

Grjasnowa ist 1984 in Aserbaidschan geboren. Im Alter von elf Jahren kam sie mit ihren Eltern nach Hessen. In Göttingen studierte sie ab 2005 Kunstgeschichte und Slawistik. Sie wechselte dann ans Deutsche Literaturinstitut Leipzig in den Studiengang „Literarisches Schreiben“, wo unter anderem auch Juli Zeh studierte.

Olga Grjasnowa: „Gott ist nicht schüchtern“,Aufbau-Verlag, 309 Seiten, 22 Euro. Die Autorin stellt das Buch am Mittwoch, 19. April, um 20 Uhr im Literarischen Zentrum Göttingen, Düstere Straße 20, vor. Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt. Sie kosten 9 Euro, ermäßigt 7.

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