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00:22 29.10.2018
Welchen Ausdruck beim Spiel?
Göttingen

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor.

Gregor Schleuning ist neu am Deutschen Theater. Vor zwei Jahren hatte der gebürtige Münchner erstmals in Göttingen vorgesprochen, sich dann aber trotz eines guten Gefühls nach eigenen Angaben für ein anderes Haus entschieden. Doch jetzt habe er sich für das Deutsche Theater entschieden, da dies ein modernes und frisches Theater sei, an dem es möglich sei, heutige und interessante Stücke zu spielen. „Von dem großen Ensemble hier kann ich viel lernen und mich weiter entwickeln“, sagt der 1991 geborene Schauspieler. Für den jetzigen Wechsel habe auch gesprochen, dass er von neuen Regisseuren noch einiges lernen könne.

Urlaub auf dem Land

Auf der Bühne steht Schleuning seitdem er sechs Jahre alt ist. „Ausgebildeter Schauspieler bin ich seit drei Jahren, und das Engagement hier ist mein zweites“, berichtet er. In Göttingen mag er es besonders, auf dem Wall oder an der Leine sparzieren zu gehen. Außerdem gehe er gern vietnamesisch essen. „Ich finde es spannend, eine neue Stadt zu entdecken, und dabei neue Ecken zu finden“, sagt Schleuning. Bei Wandertouren denkt er zuerst an Berge. Insbesondere in Salzburg habe er öfter Touren unternommen. Leben möchte er lieber in der Großstadt als auf dem Land. „Aber Urlaub verbringe ich lieber auf dem Land, um dem Stress zu entkommen“, erklärt der Schauspieler.

Schauspielerisch stehe er lieber auf der Bühne als vor der Kamera. Der Grund hierfür sei, dass der deutsche Film derzeit nicht mehr so spannend sei wie früher. Wie er sich auf eine Rolle vorbereite, hänge davon ab, ob es sich um eine Komödie oder ein Drama handele und welche Vorstellungen der jeweilige Regisseur von der Rolle habe. Schleuning stelle sich bei der Vorbereitung auf die Rolle unter anderem die Fragen, was zum Stück passe und welche Anforderungen für die Rolle notwendig seien. Seine persönliche Traumrolle sei der Leonce aus Georg Büchners „Leonce und Lena“. Der junge Liebhaber Leonce sei ein Antiheld, wodurch er für ihn eine spannende Rolle sei. „Aber um den Leonce zu spielen, ist eine gute Inszenierung wichtig“, sagt Schleuning.

Vorbilder im Bereich der Schauspielerei hat Schleuning nach eigenen Angaben nicht. Bei der Gestaltung einer Rolle orientiere er sich nicht daran, wie andere vor ihm sie dargestellt haben. „Ich gestalte sie vielmehr so, wie sie aus mir heraus entsteht“, berichtet der junge Schauspieler. Ein Hobby, dem Schleuning über mehrere Jahre nachgegangen ist, ist Steppen. Noch heute hat er Spaß daran, Stepptanz-Elemente, wenn sie passen, in seine Rollen einzubringen. Am Theater fasziniere ihn, dass hier quasi Magie entstehe.

Sehnsucht von Spielen und Erleben

Während auf der Bühne etwas passiere, würden die Zuschauer dies gespannt verfolgen und anschließend die Schauspieler für ihren Auftritt mit Applaus belohnen. Deshalb sei er glücklich diesen Beruf gewählt zu haben. „Diese Sehnsucht von Spielen und Erleben ist uralt“, sagt er. Für ihn sei bei der Berufswahl wichtig gewesen, dass er Kunst machen könne und mit seinen Darstellungen andere Menschen zum Mitdenken anregen. Bei der Entscheidung zwischen Musical, das er im Zusammenhang mit dem Steppen auch gemacht habe, und dem Theater, habe er Letzteres gewählt, weil er lieber ernsthafte Stücke spielen wollte, und sich über Sprache ausdrücken möchte.

Für seine Zukunft hat Schleuning verschiedene Ideen. Unter anderem könne er sich vorstellen, Filmregie zu studieren. Außerdem möchte er mit seiner Musik weitermachen und damit unabhängiger werden

Von Vera Wölk

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