Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Death by Stereo im Göttinger Freihafen
Nachrichten Kultur Regional Death by Stereo im Göttinger Freihafen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 14.02.2018
Death by Stereo im Freihafen in Göttingen Quelle: Rüdiger Franke
Göttingen

Die amerikanische Hardcore-Band Death by Stereo hat am Sonnabend ein gefeiertes Konzert im Göttinger Freihafen gegeben. Vor 128 Gästen eröffneten die deutschen Bands James First und New Hate Rising den Abend.

Für James First bot der Abend die Gelegenheit, sich einem größeren Publikum als sonst auf ihren Konzerten zu präsentieren. „Das ist der Vorteil, wenn man mit einer bekannteren Band spielt“, sagte Bassist Klebo. Er lobte in dem Zusammenhang aber auch das Göttinger Publikum. „Die sind von Anfang an voll mitgegangen.“ Die Lübecker nutzten ihre Chance, erhielten hinterher viel Lob von den Besuchern. Die Band, deren Namensfindung nach Angaben von Schlagzeuger Woomi vom Namen des Big-Band-Leaders James Last inspiriert wurde, ließ es ordentlich krachen. Mit „Antifascist Crowd“ beendete das Trio seine Show.

Dabei traten unter anderem James First, New Hate Rising und Death by Stereo auf.

Liste fast komplett

„Death by Stereo sind auf unserer Liste so ziemlich die letzte Band, mit der wir zusammen auf der Bühne stehen wollten“, sagt Andi, Sänger von New Hate Rising. Ansonsten sei die Band, die vor zwölf Jahren in Stendal ihre ersten Schritte machte, eigentlich mit allen großen Namen des Hardcore gemeinsam aufgetreten. Allerdings sei deshalb „das Fan sein“ bei solchen Konzerten „leider weg“. „Das ist nicht mehr so aufregend wie früher, als ich zum ersten Mal Slayer gesehen haben.“ New Hate Rising habe sich ihrer Gründung 2006 in eine gute Richtung bewegt, sagt er.

„Wir sind zufrieden, mit dem, was aus uns geworden ist.“ Das Göttinger Publikum auch. Es war das erste Mal, dass die Band in der Unistadt ein Konzert gab. Mit „Beaten, Scarred and Broken“, ging es los. Andi trieb die Zuhörer an, zeigte auf ein Schild an der Wand, das zum Pogen und Diven aufrief. „So ein Schild müsste in jedem Hardcore-Club in Deutschland hängen“, sagte er. Zehn Stücke spielte die krankheitsbedingt nur als Quartett angereiste Combo, endete mit „Still the Same“ und „Paint the Town Red“.

Energetisches Publikum

Die Bühne war bereitet für Death by Stereo. „Wir mögen es, in Europa aufzutreten“, hatte Gitarrist J.P. Gericke noch vor dem Auftritt erzählt. In Europa sei das Publikum viel energetischer als in Nordamerika. Außerdem gebe es in Europa eine viel größere Loyalität der Fans. Die habe auch dazu beigetragen, dass die Band in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Mit „Holding 60 Dollars on a Burning Bridge“ startete das Quintett. Es folgten Songs von jedem Album aus den ganzen 20 Jahren, dazu das Slayer-Cover „Raining Blood“.

Die Musiker waren nicht zu bremsen, traten immer wieder auf das Gaspedal. „Faster, faster“, rief Sänger Efrem Schulz immer wieder ins Mikro. „Das sind so die Momente, in denen man überlegt, ob man seinen Bass verkauft und sich eine Angel kauft und fischen geht“, sagte Gunther, Bassist von New Hate Rising völlig begeistert. „Die lassen einen einfach wie Anfänger aussehen.“ Gemeinsam mit Sänger Andi stand er direkt vor der Bühne. Textsicher sangen sie die Songs mit. So ganz war das Fan sein dann doch nicht weg. Und nicht nur der Sänger suchte den Kontakt zum Publikum. Gemeinsam gingen die Musiker auch mal auf einen Ausflug ins Publikum.

Vielfältige Einflüsse

Auf die musikalischen Einflüsse angesprochen, verriet der Gitarrist, dass die Bandmitglieder zum Beispiel alle große Van-Halen-Fans seien. Außer Hardcore nannte er aber auch Namen wie Elton John und Billy Joel - „Hauptsache, die Musik ist gut.“ So trat Gitarrist Dan Palmer, Markenzeichen gekräuselter Schnurrbart, mit einem Hall-and-Oates-T-Shirt auf, die gelb-schwarze Gitarre im Eddie-Van-Halen-Streifenmuster.

Die Band absolviert derzeit eine Tour mit 25 Terminen in Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn, Österreich und der Schweiz. Göttingen war Tag drei auf der Tour. „Es ist eine schöne Stadt, die uns sehr gefällt“, sagte J.P. Die Häuser seien sehr schön. Er outete die Bandmitglieder als Sightseeing-Fans. „Wir versuchen uns immer die Städte anzuschauen, in denen wir spielen. Leider haben wir in Göttingen nur eine halbe Stunde Zeit dafür gehabt.“

Von Rüdiger Franke

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Korczak und die Kinder“ ist am Sonntag, 25. Februar, der Titel einer szenischen Lesung im Jungen Theater, Hospitalstraße 6. Nach der Lesung ist eine Podiumsdiskussion geplant.

10.02.2018
Regional Klassik-Crossover in Einbeck - The Twiolins spielen in der Tangobrücke

Ihr neues Programm „Secret Places“ präsentieren die Geschwister Marie Luise und Christoph Dingler am Donnerstag, 15. Februar, in der Einbecker Tangobrücke. Die beiden Violinisten spielen die neusten preisgekrönten Werke des von ihnen ins Leben gerufenen „Crossover Composition Award“.

10.02.2018

„Russischen Zauber“ hatte das Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) am Freitag in der Stadthalle versprochen. Es hat sein Versprechen gehalten. Die Instrumentalisten, Klaviersolist Nikolai Demidenko und Dirigent Christoph-Mathias Mueller wurden mit lautstarkem, begeistertem Beifall belohnt.

10.02.2018