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Heinrich Schütz: Hoffnungsvolle Musik für dunkle Zeiten

Telemann-Ensemble Göttingen Heinrich Schütz: Hoffnungsvolle Musik für dunkle Zeiten

Fröhliches und Hoffnungsvolles in einer dunklen Zeit. Die Beschreibung gilt für die Entstehungsgeschichte der Werke des Komponisten Heinrich Schütz ebenso wie für das Adventskonzert des Telemann-Ensembles Göttingen am Sonntagabend. Mehrere Werke von Schütz aber auch von anderen Komponisten des Barock standen auf dem geschickt zusammengestellten Programm, das es den vier Instrumentalisten und drei Sängern des Ensembles erlaubte, in immer wieder neuen (Teil-)Gruppierungen unterschiedliche Facetten ihrer Musik zu betonen.

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Harmonieren: Musiker des Telemann-Ensembles erproben neue Ensemblekonstellationen.

Quelle: Heller

Tänzerisch ging es in einigen von Joshua Keller an der Viola da gamba solo vorgetragenen Stücken zu. Eine Allemande von Jacques Morel gab es dabei ebenso zu hören wie die „Lachrimae Pavan“ von John  Dowland.  Verschiedene rein instrumentale Ensemble-Konstellationen konnte man bei zwei Sonaten hören. Francesco Barsantis Sonata 6 op. 1 vereinte Altblockflöte (Tanja Breidenstein), Cembalo (Erdemuthe Binder) und Viola da Gamba.

In Johann Sebastian Bachs Sonate in G-Dur übernahm die Violine (Lena Weckesser) die fröhlich-melodische Rolle der Blockflöte. Den Präsentationen waren das sehr harmonische Zusammenspiel der Ensemble-Mitglieder und eine feine Interpretation der Charakteristika der einzelnen Sätze gemein.

Stimmliche Unterstützung gab es bei der Weihnachtskantate von Vincent Lübeck, bei der Kristin und Helmut Weckesser (Sopran und Bass) hervorragend harmonierten. Die Freude am Leben – den Wirren und Nöten des frühen 17. Jahrhunderts zum Trotz – steht im Mittelpunkt der für diesen Abend gewählten Werke von Heinrich Schütz. Die Begeisterung des Liebenden aus „O quam tu pulchera es“ gaben neben den vier Instrumentalisten Helmut Weckesser und Tilman Prautzsch (Tenor) überzeugend wieder.

Handfest ging es im Text von Schütz‘ „Iss Brot mit Freuden“ zu. Hier war es wieder das Sopran-Bass-Gespann, das die Gemessenheit und Verspieltheit des Stückes fein herauszuarbeiten und zu verknüpfen verstand. Ein gelungener Auftakt für eine musikalische Adventszeit.

Von Isabel Trzeciok

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