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Hexenzauber beim Familienkonzert des Göttinger Symphonie Orchesters

Wunderbar farbenreich Hexenzauber beim Familienkonzert des Göttinger Symphonie Orchesters

Sie fliegt huschhusch durch die Luft, wohnt in einem Hüttchen auf Hühnerbeinen und isst gern Menschenfleisch. Das ist die Baba Jaga, die russische Märchenhexe. Um sie, um den Zauberlehrling Harry Potter, um die Knusperhexe in „Hänsel und Gretel“, um Elfen und den unsterblichen Kaschtschej ging es im Familienkonzert des Göttinger Symphonie-Orchesters im voll besetzten Deutschen Theater Göttingen unter dem Motto „Hexenzauber“.

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Unterhaltsamer Reiseführer: Moderator Thomas Scholz mit dem GSO und Dirigent Mueller.

Quelle: Heller

Göttingen. Wunderbar farbenreich begann das Konzert mit den spieluhrartigen Klängen des Harry-Potter-Themas von John Williams, dem Heulen des Windes in den langen Fluren der Hogwarts-Schule und all den anderen akustischen Zauberdingen.

Wie rasch ein Musikstück eine gänzlich andere Atmosphäre heraufbeschwören kann, zeigte sich in der Tondichtung „Der verzauberte See“ des russischen Spätromantikers Anatolij Ljadow, des Lehrers von Prokofjew. Hier herrschte unvermittelt eine gespenstisch dunkle Ruhe, so als sei alles Leben von geheimnisvollen Mächten erstickt worden.

Verantwortlich für diesen musikalischen Zauber war GSO-Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller, der wirkungssicher die reiche Palette der Klangfarben nutzte, dramatische Entwicklungen voller Spannung entwickelte und sehr genau die Akzente setzte. Dabei unterstützte ihn das konzentriert mitgehende, bestens aufgelegte Orchester mit viel Temperament und Klangsinn.

Baba Jaga

Ein Tonbild der eingangs beschriebenen russischen Hexe Baba Jaga, ebenfalls von Ljadow, bildete einen schönen Kontrast zur Ruhe des verzauberten Sees. Wesentlich handfester und diesseitiger geht es bei den deutschen Hexen aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“ zu: Sein „Hexenritt“, Vorspiel zum zweiten Akt der gleichnamigen Oper, ist zwar auch ganz schön flott, aber doch viel braver als die zuvor gebotene slawische Variante.

Freundliche, wenn auch hier und da gern neckende nächtliche Lichtgestalten tummelten sich im virtuos dargebotenen „Elfentanz“ aus Mendelssohns „Sommernachtstraum“. Doch ganz so freundlich darf ein „Hexenzauber“-Vormittag nicht enden. Das feurige Finale bildete Strawinskys „Danse infernale“ aus dem „Feuervogel“, in dem die Dämonen um den Zauberer Kaschtschej ihre wilden Sprünge vorführen.

Unterhaltsamer Reiseführer auf dieser magischen Fahrt war GSO-Violinist Thomas Scholz als Moderator. Er führte ein ausgesprochen munteres, einfühlsames Gespräch vor allem mit den jüngsten Zuhörern und platzierte auch bei den Erwachsenen immer wieder eine fröhliche Pointe.

Von Michael Schäfer

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