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Hooded Fang fangen Fans

60er-Jahre-Retrorock Hooded Fang fangen Fans

Was macht eine gute Rockband aus? Ein brillanter Sänger, dem bei seinem Auftritt die Frauen zu Füßen liegen. Perfekter Klang, mindestens doch ein angesagtes Genre? Alles Quatsch. Es geht auch ohne all das – und manchmal sogar besser. 

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Kleine Geste, großer Auftritt: Hooded Fang rocken im Apex.

Quelle: Garbs

Die vier Musiker von Hooded Fang haben am Dienstagabend mit ihrem schön schrammeligen Garage-Sound vor rund 70 Besucher das Göttinger Apex gerockt. „Canada is good vor you“ heißt die Reihe, in der dort junge kanadische Bands auf der Bühne stehen. Das ist nicht zu übersehen, denn rote Ahornblätter, Kanadas Nationalsymbol, schmücken die Bühne.

Die Musiker tragen Turnschuhe, Katzen-T-Shirt, Strickmütze und schwarze Jeans, und sie sehen damit eher nach braven Studenten denn nach schrägen Retrorockern aus. Von Gemütlichkeit allerdings keine Spur: Laut geht es los. Zwei schnelle Gitarren, ein direkter Bass, Drums und eine etwas zu große Portion Hall wummern durch den kleinen Raum. Die Stimme von Daniel Lee ist nicht besonders dominant, aber das gehört ja zum ungeschliffenen Garagen-Sound.

Surfgitarre, 60er-Jahre-Beats, stillstehen ist bei den treibenden Songs unmöglich. Kalifornisch sonnig statt kanadisch kühl klingen die Männer. Eine Ballade (Den of Love) haben Hooded Fang auch dabei, das klingt dann so, wie es Quentin Tarantino gerne für seine Filme benutzt. In den ersten Reihen des Publikums gehen die Arme nach oben, Hooded Fang haben etliche neue Fans gefangen. Garage-Rock ist nicht gerade das, womit man heute (oder jemals) groß raus kommt.

Deshalb braucht die Band auch keine große Attitüde. Sie macht einfach unwiderstehliche Musik. Und gute Laune bis mindestens zum nächsten Tag. Mit ihrem neuen Album „Toasta Mista“ hält sich die Sonne sogar noch länger im Gesicht.

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