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22:16 27.12.2009
Mongolischer Herrscher: Tamerlan (1336-1405), indische Darstellung von 1774 aus Paris.
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Unter dem Motto „Händel und Hannover“ beleuchtet das Festspielprogramm Händels Aufenthalt vor 300 Jahren am hannoverschen Fürstenhof. Neben der Oper „Tamerlano“ (die lange nach Händels Zeit in Hannover am 31. Oktober 1724 in London uraufgeführt wurde) gehören das Oratorium „Judas Maccabäus“ und Händels Kantate „Apollo e Dafne“ zu den Glanzpunkten der Festspiele.
„Tamerlano“ – in Göttingen zuletzt im Jahre 1985 unter John Eliot Gardiner aufgeführt – wird von der schwedischen Regisseurin Johanna Garpe inszeniert. Sie hat im Sommer 2009 am schwedischen Drottningholm Theater in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ Regie geführt und wird dort 2010 Mozarts „Don Giovanni“ herausbringen. Zu den Solisten in „Tamerlano“ gehören Christopher Ainslie in der Titelrolle, dazu Thomas Cooley (Bajazet), Franziska Gottwald (Irene) und Kirsten Blaise (Asteria). Es spielt das Festspiel-Orchester Göttingen, die musikalische Leitung hat Nicholas McGegan. Premiere ist am Freitag, 14. Mai, im Deutschen Theater. Weitere Aufführungen sind am 16., 17., 22., 23. und 25. Mai angesetzt.
„Messias“-Fassung von Hiller
Zu den Spezialitäten der Göttinger Festivals gehören seit einigen Jahren Erstaufführungen von besonderen Fassungen Händelscher Werke. Diesmal ist es die Erstaufführung der deutschsprachigen „Messias“-Fassung, die der Komponist Johann Adam Hiller 1784 aufgeführt hat und damit maßgeblich die Messias-Begeisterung in Deutschland ausgelöst hat. Dieser „Messias“ ist am Freitag, 21. Mai, um 19.30 Uhr in der Göttinger Stadthalle zu erleben. Es singt der NDR-Chor, einstudiert von Philipp Ahmann, es spielt das Festspiel-Orchester Göttingen, die Leitung hat Nicholas McGegan. Gesangssolisten sind Sibylla Rubens (Sopran), Monica Groop (Alt), Virgil Hartinger (Tenor) und Raimund Nolte (Bass).
Zu den weiteren Ensembles und Solisten gehören Nuria Rial, Constanze Backes, Richard Egarr, Michael Schneider, das United Continuo Ensemble, das Ensemble CordArte und Franz Vitzthum.
Zur Eröffnung der Festspiele ist am Freitag, 14. Mai, ein Fest auf dem Johanniskirchhof und dem Marktplatz mit Musik, einem barocken Markt und Kleinkunst geplant. Nach Einbruch der Dunkelheit inszenieren Bernd van Werven (Feuerspiele) und Andreas Düker (Gitarre, Laute) eine Feuerperformance für Augen und Ohren. Fortgeführt werden die speziell auf Kinder zugeschnittenen Programme „Händel 4 Kids“ sowie Konzerte mit jungen Musikern, die der Nachwuchsförderung dienen.
Mitglieder der Händel-Gesellschaft können ab Mittwoch, 20. Januar, den vorgezogenen Mitglieder-Vorverkauf nutzen. Der allgemeine Vorverkauf startet am 3. Februar.

Von Michael Schäfer

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