Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Im Kreis weicher Standortfaktoren

Offene Ateliers 2010 im Göttinger Kreishaus Im Kreis weicher Standortfaktoren

Kultur als Standortfaktor. Kunst als Verwertbarkeitsmerkmal einer Region. Ressourcen für die Wirtschaftsförderung. Kultur in die Fläche. Mit Schlagworten aus dem der Verwertbarkeit unterzogenen Wettbewerb der Regionen hat Landrat Reinhard Schermann die Gemeinschaftsausstellung „Offene Atleliers 2010“ im Kreishaus eröffnet.

Voriger Artikel
Country-Flair im Kaufpark
Nächster Artikel
Mit neuem Album abermals Anlauf zum Ruhm

„Dafür“: ein Bild von Sabine Harton im Göttinger Kreishaus.

Quelle: Heller

Damit hat er deutlich gemacht, dass Kunst und Kultur selbst auf niedrigschwelliger Ebene ihre Bedeutung, ja ihre Berechtigung wohl nurmehr als Diener der wirtschaftlichen Entwicklung erhalten – jeder Selbstzweck, Freiheit, Autonomie, ade!

Kunst diente, dieser auf allen Ebenen geführten Argumentation folgend, vor allem dem Schmuck der Landschaften, dem schönen Leben. Sie bezeichnete keinen Bruch, keinen Riss, keine Naht oder Ambivalenz, legte nicht den Finger in die vielen Wunden der Gesellschaft, verfolgte nicht marternd oder jubelnd, zweifelnd oder bestärkend, ihre Diskurse und Abseitigkeiten.

Sicher ist die Ausstellung, die als Vorgeschmack auf die beiden September-Wochenenden der offenen Ateliers im Landkreis hinweist, weder so noch so gedacht. Die Einführung verweist nur einmal mehr auf die derzeit gültige Richtschnur.

Mehr als 70 Personen werden, organisiert vom Verein KulturRad, im September in 23 Ortschaften ihre produktiven Beschäftigungen zeigen: von Landwehrhagen bis Rüdershausen, von Adelebsen bis Kerstlingerode. Einen ersten Einblick gewähren die Arbeiten im Kreishaus. Hier und da professionelle, vor allem aber hobbymäßige Kunst und Kunsthandwerk stehen in bunter Reihung nebeneinander. Es gibt präzise Fotografien, abstrakte, gegenständliche, zwiespältige Malerei, Steinbildhauerei und Aquarelle. Mosaike und Keramiken zeigen sich neben Puppenfiguren, Emaille- und Intarsienarbeiten, Bildbearbeitungen, Wandteppichen, bemalten Ostereiern, Porzellan, Metall- und Schmuckschmiedearbeiten. 35 Ateliers, Werkstätten, Gärten und Privaträume im Landkreis geben Einblick in das Schaffen in der Fläche. Die Stadt Göttingen ist dabei bewusst ausgespart.

Die Ausstellung im Kreishaus des Landkreises Göttingen, Reinhäuser Landstraße 4, ist noch bis zum 27. August von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. An den Wochenenden 11./12. und 18./19. September sind die Ateliers im Landkreis von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Adressen und Informationen unter www. offeneateliers.net.

Von Tina Lüers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bilder ausgestellt

Da sitzt man abends am Bett des Kindes und trällert vor sich hin: „Guten Abend, gute Nacht“. Vielleicht nach Wochen erst dringt der Text des Liedes vor bis zum Hirn: „Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt“. Bei der in Bremke lebenden Künstlerin Sabine Harton hinterließ diese Liedzeile ein unangenehmes Gefühl des ausgeliefert sein. Dazu schuf die eine Bildserie. Unter dem Titel „Ruhe sanft“ ist ein Großteil der Bilder im Künstlerhaus Göttingen zu sehen.

mehr
Mehr aus Regional
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag