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Immer auf Sendung, immer auf Empfang

Sieben Junge Frauen „Switschern“ Immer auf Sendung, immer auf Empfang

Viel Platz zum Lümmeln ist auf der Studiobühne des Deutschen Theaters (DT) Göttingen. Polster, Sitzsäcke, Sofas sind locker im Raum verteilt. Dazwischen: Berge von Klamotten, Schuhe Handtaschen (Ausstattung: Ilka Kops). Eine Welt von Jungen? Eher die von Mädchen.

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Ein Kuschel-Team: Beeke Dossenbach, Laura Wolf, Lea Heinrich, Josefine Einsiedel, Linn Elli Buhmann, Emma Schisler und Laura Elisa Schneider (von links).

Quelle: Winarsch

 „Switschern“ heißt das Stück, das sieben junge Frauen zwischen 15 und 18 Jahren entwickelt haben und selbst spielen. Begleitet hat sie bei der Produktion Regisseur Martin Thamm, der im vergangenen Jahr ausschließlich mit Jungen das Jugendstück am DT erarbeitete. Diesmal geht es um Kommunikation.

„Küsschen“, „hab dich lieb“. So reden weibliche Teenager miteinander. Oder sie schreiben es sich als sms, als Mail oder per Whats App, auf jeden Fall aber elektronisch. Sie tummeln sich in sozialen Foren. Und manchmal treffen sie sich sogar persönlich. Viel zu tun also zwischen Aufstehen und zu Bett gehen, zwischen Schule und Hausaufgaben, zwischen Essen und Hobbys. Um das zu bewältigen, wird geswitschert, ein Kunstwort, zusammengefügt aus switchen und vielleicht schnattern.

Josefine Einsiedel, Laura Elisa Schneider, Lea Heinrich, Emma Schisler, Linn Elli Buhmann, Beeke Dossenbach und Laura Wolf – sie haben sich in einem Casting behauptet –  kommunizieren also auf der Bühne und das ausgiebig und mit diversen Hilfsmitteln. Sie drehen Filme, singen eigene Popsongs und plaudern, ratschen, diskutieren, jammern. Aber sie kommunizieren auch über ihre Kleidung, die sie lustvoll immer wieder wechseln. Sie schlüpfen in Turnschuhe, Gummistiefel, Stöckelschuhe und behängen sich mit Handtaschen, gerne auch mit mehreren. Auch eine Form der Kommunikation eben.

Rund eine Stunde vergeht so wie im Flug. Denn immer ist etwas los. Manchmal allerdings so viel, das es schwer wird, tatsächlich zu folgen. Am Ende allerdings treten die Frauen auf die Bremse. Mit viel Herz erinnern sie sich dann an die Kindheit, an Erlebnisse mit der Familie. Sie zeigen Bilder von sich als Pimpfe und verzerrte aktuelle Aufnahmen. Das ist sehr anrührend, besonders für die zahlreichen Familienmitglieder bei der Premiere.

Weitere Vorstellungen: 8., 23. und 30. November sowie am 9. und 19. Dezember um 18 Uhr im Studio des Deutschen Theaters Göttingen, Theaterplatz 11. Kartentelefon: 05 51 / 49 69 11. Termine für Schulklassen sind auf Anfrage buchbar.
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