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„Impresario von Smyrna“ im Staatstheater Kassel

Drei Primadonnen „Impresario von Smyrna“ im Staatstheater Kassel

Sie sind so überzeugt von sich und müssen doch den Engagements an den Opernhäusern hinterherrennen. Aber die Spielzeit hat begonnen, das Künstlerleben ohne Engagement ist nun erst recht kein Zuckerschlecken. So war das auch schon zu Lebzeiten von Carlo Goldoni (1707-1793).

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Wer hat das Zeug zur Primadonna von Smyrna: Lucrezia (Caroline Dietrich, links) oder Tognina (Eva-Maria Keller)?

Quelle: Klinger

Kassel. Seine Komödie „Der Impresario von Smyra“ hat Schirin Khodadadian fürs Schauspielhaus des Staatstheaters Kassel inszeniert. 

Das Mobiliar leicht schäbig, die Garderobe billig-mondän und das Gehabe überkandidelt. So funktioniert es gut, das Rattenrennen um die besten Rollen  darzustellen.

Das steigern die neun Schauspieler noch, als Mäzen Graf Lasca (Jürgen Wink gibt ihn durchtrieben) und Agent Nibio (schmierig berechnend stellt Aljoscha Langel ihn dar) von den Plänen des reichen Türken Ali berichten: Fürs neue Opernhaus sucht er ein Ensemble.

Großartig primadonnenhaft legen sich Caroline Dietrich, Eva-Maria Keller und Birte Leest ins Zeug. Jede will erste Sängerin werden.

Regisseurin Khodadadian. Carolin Mittler (Bühne) und Ulrike Obermüller (Kostüme) machen aus dem damals wie heute üblen Wettstreit im Ich-Marketing einen überaus unterhaltsamen Theaterabend mit viel Tempo und herrlichem Schluss: Nach eineinhalb Stunden zerplatzt der Traum von Ruhm und Reichtum in Smyrna.

Was bleibt ist die leise Hoffnung auf Erfolg für ein neues Vorhaben, das nur ohne Wettstreit gelingen kann.

„Der Impresario von Smyrna“: Nächste Vorstellungen am 14., 22., 28. Februar und 8. März um 19.30 Uhr im Staatstheater Kassel, Friedrichsplatz 15.
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