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In Herz, Gehör und Zellen blicken

Nacht des Wissens im MPI In Herz, Gehör und Zellen blicken

Martin Höfling vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und Experimentelle Medizin erklärte seinen Besuchern eine dreidimensionale Molekulardynamiksimulation, bevor diese selbst mit einem Joystick Hand an das Abbild eines Proteins legen konnten. „Hier kann man einer Maschine beim Arbeiten zuschauen“, erklärte Höfling in Hinblick auf die aus Aminosäuren aufgebauten Moleküle, die beispielsweise in menschlichen Körperzellen zahlreiche Aufgaben übernehmen.

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In Experimenten werde sich vor allem die Bindungskraft dieser Moleküle zunutze gemacht, so der Biochemiker. Das Universitätsklinikum Göttingen beschäftigte sich mit Blicken in und auf den menschlichen Körper, die einem größeren Maßstab unterworfen waren. Vor allem das kardiologische Informationsangebot wurde von den Besuchern interessiert aufgenommen.

Ein Echokardiograph erlaubte die Visualisierung des eigenen Herzmuskels und zeigte ein faszinierend-genaues Abbild der Paare aus Vorhöfen und Kammern, das auch Laien unmittelbar nachvollziehen konnen. Die einfache Zugänglichkeit eigentlich komplexer Sachverhalte hat es auch Cornelia Friedrich angetan, die zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn die sieben Stunden der Nacht des Wissens voll auskostete. Insbesondere ein Vortrag über Epigenetik, der auch aus dem Angebot des Klinikums stammt, sei „detailliert und gut nachvollziehbar gewesen“, schwärmt die Chemisch-Technische Assistentin aus Bovenden.

Auch die Transfusionsmedizin nutzte diesen Rahmen, um ihre wichtige Arbeit vorzustellen. Neben Experimenten und Vorführungen konnte man zu später Stunde augenzwinkernd erfahren, dass den roten Saft neben 80 Prozent aller Bundesbürger auch andere Kreaturen bitter nötig haben: Schauspieler Christoph Huber las in der auch nach 23 Uhr gut besuchten Mensa eine Schauergeschichte über Vampire. Und nebenan standen noch Hörtests an, die das Hörlabor auch späten Gästen nicht versagte.

Von Jonas Rohde

Zum 275. Geburtstag hat die Georg-August-Universität die erste Göttinger Nacht des Wissens veranstaltet. Mehr als 15000 Menschenkamen, um aus 216 Angeboten zu wählen. © Theodoro da Silva

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Zum 275. Geburtstag hat die Georg-August-Universität die erste Göttinger Nacht des Wissens veranstaltet. Mehr als 15000 Menschenkamen, um aus 216 Angeboten zu wählen.

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Mehr als 15    000 Besucher

Zu ihrem 275. Geburtstag in diesem Jahr hat die Georg-August-Universität allen an Wissenschaft interessierten Menschen die erste Göttinger Nacht des Wissens geschenkt. Am Sonnabend kamen mehr als 15      000 Menschen, um von 17 bis 24 Uhr aus den 216 Angeboten zu wählen: Physik-Show, griechische Skulpturen, Regenwald-Pflanzen, Laserschwert, Flugzeug oder begehbares Herz.

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