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Regional In allen Lebenslagen patente Gauner mit Humor
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18:03 03.12.2009
Drei Früchtchen: Jules (Tomas Rühling, links), Alfred (Hendrik Kammerer, Mitte) und Joseph (Andreas Hey). Quelle: Opitz
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Klaus-Ingo Pißowotzki inszenierte die Gaunerkomödie von 1951 im Stil der Jahrhundertwende in der französischen Kolonialzeit. Schauplatz ist der Salon der Familie Ducotel: Drei Sträflinge (Thomas Rühling, Andreas Hey und Hendrik Kammerer als kriminell gutes Trio) sind von der Teufelsinsel ausgebrochen und suchen Unterschlupf im Kolonialwarenladen von Felix Ducotel (Jürgen Fechti) in Cayenne, Französisch-Guyana. Eigentlich wollen die schweren Jungs die Familie berauben und umbringen, aber als Ducotels ekliger Vetter (ein richtig schön fieser Tim Beißbarth) auftaucht, um das Geschäft zu liquidieren, greifen sie ein, um dem unbedarft-harmlosen und in keiner Weise geschäftstüchtigen Kaufmann, seiner reizenden Frau Amélie (Greta Richter) und der entzückenden Tochter (herausragend: Michèle Kersting) als ungewöhnliche Weihnachtsengel zur Seite zu stehen.

Knappe drei Stunden lässt Regisseur Klaus-Ingo Pißowotzki das Publikum an dem legendären Weihnachtsabend im Hause Ducotel teilhaben. Genug Zeit, damit einem die in allen Lebenslagen patenten Gauner mit dem makabren Humor ans Herz wachsen. Zu wenig Zeit aber, wie es scheint, um alle Dialoge unterzubringen. Greta Richter drückt bisweilen zu sehr aufs Tempo. Da hätte ein beherztes Kürzen der Inszenierung gut getan.

Schlag auf Schlag

Unterhaltsam und witzig wie in der amerikanischen Filmkomödie „Wir sind keine Engel“ mit Humphrey Bogart und Peter Ustinov, 1955 gedreht von Casablanca-Regisseur Michael Curtiz, geht trotzdem zu: Schlag auf Schlag folgen die schwarzhumorigen Pointen, die schließlich im mörderisch guten Happy End münden. Minutenlanger Applaus von einem begeisterten Publikum.
Weitere Termine: 5., 6., 9., 11., 12., 13., 15., 16., 18. und 19. Dezember im Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3 in Göttingen. Kartentelefon: 05    51   / 39    70    77.

Von Eida Koheil

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