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Regional In vier Jahren Zuschauerzahl verdoppelt
Nachrichten Kultur Regional In vier Jahren Zuschauerzahl verdoppelt
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16:31 29.05.2018
Das Gebäude des Jungen Theaters: Im nächsten Jahr wird es saniert. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

In den vergangenen vier Spielzeiten hat das Team des Jungen Theaters Göttingen (JT) die Zuschauerzahlen verdoppelt: Das war eine der Nachrichten, die Intendant Nico Dietrich und Geschäftsführer Tobias Sosinka am Dienstag bekannt gegeben haben. „Mehr geht nicht”, sagt Sosinka, denn in der vergangenen Spielzeit wurde bereits die 40.000-er-Marke geknackt, in der laufenden Saison werden es voraussichtlich 50.000 Zuschauern sein, die das Haus besuchten. „Eine tolle Geschichte”, so Dietrich.

Ein Viertel des Budgets selbst erwirtschaftet

Die Theatermacher blickten zum einen auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück. Aber auch die Spielzeit 2018/19 wird eine Herausforderung für das JT-Team, denn der Umbau des Gebäudes am Wochenmarkt und damit der Umzug in die ehemalige Voigtschule steht am 1. April des nächsten Jahres an. Das Gesamtbudget des Theaters, so Dietrich, beträgt 1,1 Millionen Euro. „Wir erwirtschaften ein Viertel des Budgets selbst”, so der Intendant. Neben den Eigenproduktionen ist das JT aus ein beliebte Haus für Konzerte und andere Veranstaltungen, für die das Haus vermietet wird - 12.000 der 50.000 Zuschauer fallen darunter.

Satisfaction: Die Musikrevue zählt zu den Zuschauerfavoriten. Quelle: r

Besonders beliebt in der vergangenen Spielzeit waren die waren beispielsweise die Produktionen „Känguru Chroniken” aber auch die Musikrevue „Satisfaction”. Im kommenden Jahr, so hoffen die JT-Chefs, beginnt dann die zweijährige Zeit des „Jungen Theaters am Wall”. Dietrich nannte die Pläne “sportlich”, denn der Umzug findet mitten in der Spielzeit statt. Eine der Uraufführungen, “Aloha Therese!” ist am 12. April geplant. Das Stück handelt von der Göttinger Professorentochter Therese Heyne, der Frau des Südseereisenden Georg Forster, der Kapitän James Cook begleitete.

Stück „Abriss“ passend zum Umbau

Eine weitere Premiere, „Vor dem Abriss” ist für den März geplant. Ein Stück über ein stillgelegtes Theater. „Das passt toll hierher”, sagt Sosinka. Dietrich möchte das Stück am liebsten noch am Wochenmarkt spielen und „das Potenzial ausreizen, wenn hier ein Abriss-Loch auf dem Wochenmarkt klafft”. Die Premiere des Stücks „Otfried”, in dem es um Otfried Müller, den Archäologen und Erbauer der JT-Villa geht, ist in der Archäologischen Sammlung der Universität geplant. Den Umzug eines ganzen Theaters in alte Schule nennt Dietrich ein „Großprojekt”. Und dieses Projekt will er zu einem „Ereignis machen”. Er hofft, dass die Göttinger neugierig darauf sind, wenn das JT auf Reisen gehe.

Neue Gesichter im Ensemble

Auch im Ensemble gibt es neues, Franziska Lather und Peter Christoph Grünberg verlassen das JT, Andreas Krüger und Jacqueline Sophie Pawliczek kommen als neue Schauspieler dazu. „Känguru” Grünberg wechselt zum Ohnesorg-Theater, er und Lather bleiben Dietrich zufolge aber als „Gast” erhalten, sie sind noch in den laufenden Produktionen zu sehen. Das Prinzip seien „weiche Übergänge”, sagt Dietrich.

Die Premieren:

Premieren in der kommenden Spielzeit: 7. September: Amerika (von Franz Kafka). 12. Oktober: Mongos (Jugendstücke von Sergej Gößner). 20. Oktober: Kleiner Mann was nun? (Hans Fallada). 29. November: Wann wird es endlich wieder so, wie es war (Joachim Meyerhoff). 18. Januar: Personal Jesus (Uraufführung einer neuen Musikrevue von Fred Kerkmann und Tobias Sosinka). 1. März: Wunderübung (Daniel Glattauer). März: Vor dem Abriss (José Sanchis Sinisterra). 12. April: Aloha Therese! (Uraufführung von Peter Schanz). Mai 2019: Otfried (Uraufführung, Steffi Hensel). 24. Mai: Der Diener zweier Herren (Carlo Goldoni). Auch das letzte Stück würde Dietrich gerne auf einer Außenbühne zeigen. Aber eigentlich sei es egal, wo das JT spiele. Nur: „Sechs Wochen vor der Aufführung sollten wir es wissen.”

Von Britta Bielefeld

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