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Regional Der Isländer Knútur im Göttinger Apex
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00:18 24.09.2017
Charmanter und witziger Erzähler: Svavar Knútur. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Svavar Knútur ist eine Plaudertasche. Mehr als die Hälfte des Abends geht für Geschichten drauf, die er erzählt – von einer Hochzeit beispielsweise, bei der er auftreten sollte. Erst kurz vor dem großen Tag habe man ihm mitgeteilt, dass es eine Veganer-Hochzeit sei und er keine Witze über Fleisch und Wurst machen solle. Ausgedacht? Erlebt? Egal. Denn Knúturs Geschichten sind witzig, er selbst ist ein sehr begabter Erzähler.

Knútur singt einige Lieder auf Isländisch, viele auf Englisch. Das ist auch die Verkehrssprache bei diesem Auftritt, gewürzt mit einigen deutschen Wörtern. Wanderlust ist eines seiner Lieblingswörter, das wissen Knútur-Fans schon von anderen Auftritten. „I want to make music like Pils“, sagt er – „es ist so einfach, aber alles muss stimmen“. Weitere Lieblingswörter: Angebot und Zugabe.

Sehr sentimental zeigt sich Knútur, um das Beenden soll es in seinem Programm gehen. Schmerzhaft sei das Auseinandergehen, aber ungeheuer wichtig. „Ich benutze die Lieder, um auf Wiedersehen zu sagen.“ Er spricht über den Tod seines Vaters und singt ein Lied, das er für seine Tochter Emma geschrieben hat. Er spricht davon das alle Kinder eine schöne Kindheit haben sollen und über die wahre, die ganz große Liebe. Er liebt seine Heimat, die Schafe, das Tal, vor dem Küchenfenster„die schönste Insel der Welt“und Anni Lennox. Im Alter von acht Jahren habe er zum ersten Mal deren Lied „There must be an Angel“ gehört, „ein sehr gutes Lied, nicht das beste, aber ein sehr gutes. Tief haben ihn das bewegt, sagt Knútur. Und dann singt er seine mitreißende Coverversion. Es sind die großen Themen, die er behandelt, und es gibt nicht viele Künstlerkollegen, die das so komplett kitschfrei schaffen wie der knubbelige Wuschelkopf.

Einige Lieder plätschern dahin, andere bringt er mit großer Intensität, gegen Ende des Auftritts sogar noch wuchtig. Da wird aus dem zartfühlenden Singer/Songwriter plötzlich eine richtige Rockröhre. Eine überraschende Facette.

Irgendwann singt Knútur dann ein Lied über den Tod, die Liebe und das Ende der Welt. Er widmet das seinen Freunden. Einige davon sitzen in der ersten Reihe. Christiane Eiben und Heike Neumeyer, Sängerinnen der Göttinger A-cappella-Band Seven Up. Sie haben gemeinsam mit Knútur ein Weihnachtskonzert gegeben und geben sich als Fans zu erkennen. Wie viele andere singen auch sie bei einigen seiner Lieder hingebungsvoll mit.

Ein Clip aus dem Auftritt: goettinger-tageblatt.de.

Von Peter Krüger-Lenz

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