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Jahcoustix und Band mit durchweg tanzbaren Reggae-Vibes

Tourabschlussparty in Göttinger Musa Jahcoustix und Band mit durchweg tanzbaren Reggae-Vibes

Dominik Haas alias Jahcoustix lebt seinen Traum vom musizierenden Globetrotter. Um „positive vibrations“ ging es schon immer im Reggae. „Seriously Positive“ heißt sein aktuelles Album, das er zur Tourabschlussparty mit seiner Band und zahlreichen Reggae-Fans in der Musa abfeierte.

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Dominik Haas alias Jahcoustix zeigte sich in der Musa in bester Stimmung.

Quelle: Jörg Linnhoff

Göttingen. Dominik Haas alias Jahcoustix lebt seinen Traum vom musizierenden Globetrotter. Um „positive vibrations“ ging es schon immer im Reggae. „Seriously Positive“ heißt sein aktuelles Album, das er zur Tourabschlussparty mit seiner Band und zahlreichen Reggae-Fans in der Musa abfeierte.

Als Sohn eines Diplomaten hat Dominik Haas alias Jahcoustix schon viel von der Welt gesehen. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mexiko, Liberia, New York, Ägypten und Kenia. Dort kam er dann auch mit vierzehn Jahren das erste Mal mit Reggae-Musik in Berührung. Die aus dem Roots-Reggae hervorgehende positive Kraft auch unter schwierigsten Lebensumständen hinterließ großen Eindruck bei ihm. Jah, der Inbegriff von Spiritualität, trifft in seinem Künstlernamen auf den Begriff Akustik. Zurück in Deutschland stand sein Entschluss fest, sich ganz der Musik zu widmen.

Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern

Als Vorband renommierter Reggaekünstler wie UB 40, Toots & The Maytals, Gregory Isaacs, Patrice oder India.Arie und nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Gentleman und Shaggy ist Jahcoustix ein fester Bestandteil der internationalen Reggae-Szene geworden. Inzwischen hat er sieben Alben veröffentlicht und mehr als 1000 Live-Konzerte gespielt. Seinen Stil bezeichnet Jahcoustix als „organisch-akustischen Soul-Reggae“. Die Songs seines aktuellen Albums orientieren sich stark am Sound der 1970er-Jahre und geben der Produktion einen sehr authentischen Vintage-Sound. Einflüsse jamaikanischer Vorbilder haben in den Kompositionen hörbar deutliche Spuren hinterlassen.

Zuletzt war Jahcoustix akustisch im Duo 2015 im Nörgelbuff zu sehen. In der Musa fuhr der Sänger und Gitarrist nun mit David Reif an den Keyboards, Mathieu Pé am Bass und Robert Marinow am Schlagzeug das große Besteck auf und die Band sorgte für einen mitreißenden, durchweg tanzbaren Groove.

Ständig in Bewegung

Jahcoustix zeigt sich in bester Stimmung, ist ständig in Bewegung und gibt gleich zu Beginn mit dem Ausruf „Seid ihr bereit mit uns zu feiern“ das Motto aus, dem die zahlreichen Besucher bereitwillig folgen. Los geht’s mit „Another Day“, dessen Refrain zum großen Chor wird.

Jamaica ist auch für jeden europäischen Reggae-Musiker die Wiege dieser Musik. Jahcoustix hat 2012 bei einem Aufenthalt dort miterleben müssen, wie unschuldige Menschen erschossen wurden. Gemeinsam mit einem jungen einheimischen Musiker hat er in dem Song „Don´t shoot“ den Vorfall verarbeitet.

Mit der Schweizer Band „Dub Spencer & Trance Hill“ war Jahcoustix gemeinsam auf Tour und blickt mit deren spannend instrumentiertem Song „Black Princess Lady“ auf diese Zeit zurück. „Salam Aleikum“ ist sein Appell für Meinungsfreiheit und eine bunte Welt. Der Song wird, teils auf dem Boden sitzend, zum großen Finale und der gesamte Saal wiegt sich im Rhythmus.

Am Ende eines im Sinne des Wortes bewegenden Konzertes liefert Jahcoustix mit Peter Toshs “Get up, stand up“ noch die passende Abschlusshymne. Seine sichtliche Freude an den Vibes hat an diesem Abend nahezu Jedem ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Von Jörg Linnhoff

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