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Regional 3. Festival in Rittmarshausen mit Workshops und Familienfest
Nachrichten Kultur Regional 3. Festival in Rittmarshausen mit Workshops und Familienfest
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08:14 12.06.2018
Das Konzertprogramm startet mit Rahalla. Quelle: r
Rittmarshausen

Konzerte, Symposium, Workshops, Familienfest: ein vielfältiges Programm bietet das Festival „Jazz ohne Gleichen“ am 25. und 26. August. Bereits zum dritten Mal organisiert der Kulturverein Rittmarshausen das Festival mit regionalen und internationalen Künstlern in der Kulturscheune und rund um das Schloß Rittmarshausen. Mit dabei sind „Fette Hupe“ aus Hannover und der US-amerikanische Jazzschlagzeuger Joey Baron.

Vor zwei Jahren sei das Festival ja so eine Art Testballon gewesen, ob das mit Jazz auf dem Lande funktioniert, so Jörg Bachmann vom Organisatorenteam. „Wir waren immer der Meinung, dass die Region mehr Jazz verträgt, als nur das Göttinger Jazzfestival“, ergänzt sein Mitstreiter Matthias Heintz. Und in den beiden vergangenen Jahren sei die Kalkulation aufgegangen. „Wir waren praktisch ausverkauft“, erzählt Jörg Bachmann. Ihr Jazzfest lebe von der besonderen Atmosphäre zwischen Scheune und Schloß. Die Besucher können draußen sein, etwas essen, und die Musik von weitem genießen oder ganz gezielt in der Scheune. Das haben die Besucher auch im vergangenen Jahr mit viel Applaus honoriert.

Verschiedene Workshops

Der Sonnabend ist zum einen den Workshops gewidmet. Von 14 bis 18 Uhr können Interessierte Einblicke in Jazz-Gesang, Schlagzeug, Gitarre oder Bläserspiel bekommen. Teilnehmer sollten, aber müssen nicht zwingend über Vorkenntnisse verfügen. Zum anderen wird es am Sonnabend ein Symposium und eine Filmvorführung geben.

Das Anna-Maria-Sturm-Quintett Quelle: r

In diesem Jahr steht das Festival erstmals unter einem Motto: Jazz - dialogisch, demokratisch. In Zeiten global wachsender Intoleranz wollen die Organisatoren ein bewusstes Zeichen für Offenheit und Begegnung setzen. Zum Thema „Jazz als gelebter Dialog“ soll in dem Symposium diskutiert werden. Am Abend wird dann der Film „Der letzte Jolly-Boy“ über den jüdischen Swing-Musiker und Auschwitz-Überlebenden Leon Schwarzbaum gezeigt. Der Regisseur Hans-Erich Viet ist anwesend und steht nach der Filmvorführung für ein Gespräch bereit.

Familienfest: Fünf Konzerte und eine Spielwiese

Der Sonntag soll dann ein „Jazz-Familienfest“ werden. Fünf Konzerte sind geplant, eine große Kinderspielwiese, ein überdachter Bereich für Speis und Trank im Innenhof. Das Konzertprogramm startet mit Rahalla. Die Göttinger Band um den ägyptischen Qanoun-Spieler Hossam Shaker stehe für musikalische Begegnung unterschiedlicher Kulturen, die sich zu einem unverwechselbaren Ensemble forme, getragen von Jazz und Weltmusik, so Bachmann.

Am frühen Nachmittag setzt das Anna Maria Sturm Quintett das Programm fort. Die Schauspielerin Sturm hat 2013 zusammen mit vier Jazzmusikern ihr Debütalbum „Tales of Woe“ eingespielt. Lebensfrohen und zugleich tiefgründigen Jazz biete das Quintett, so Heintz.

Mit Robyn Schulkovsky und Joey Baron kommen zwei international bekannte Künstler nach Rittmarshausen. Der US-Amerikaner Baron gelte als einer der besten Schlagzeuger des Avantgarde Jazz und Schulkovsky als eine der bedeutendsten Percussionisten. Die beiden werden zusammen improvisieren. Beide geben am Sonnabend auch Workshops.

Virtuosen Piano Jazz mit karibischem Akzent spiele das Gregory Privat Trio, so Bachmann. Und mit der Bigband „Fette Hupe“ aus Hannover soll es dann einen mitreißenden Abschluss des Festivals geben. 17 hannoversche Musiker haben sich für „Fette Hupe“ zusammengeschlossen. Sie stünden für kompromisslose, selbständige und frische Musik, so Heintz.

Der Vorverkauf für das Jazzfest beginnt in der kommenden Woche. Karten gibt es dann unter anderem in der Geschäftsstelle des Göttinger Tageblattes, Weender Straße 44. Direktbestellungen sowie weitere Informationen unter kulturverein-rittmarshausen.de.

Von Christiane Böhm

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