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Kammerchor Hannover in der Corvinuskirche

Ausgefeilte Stimmqualität Kammerchor Hannover in der Corvinuskirche

Ein Kammerchor sieht eigentlich immer etwas unauffällig aus. Meist ist er mit 20 bis 25 Choristen besetzt, also eher eine kleine Gruppe – dafür aber glänzt er mit ausgefeilter musikalischer Qualität. Sollte er zumindest.
Diese Qualität kann der Kammerchor Hannover, am Dienstag zu Gast in der Göttinger Corvinuskirche, sehr wohl vorweisen.

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Professionell: Kammerchor Hannover in der Corvinuskirche.

Quelle: CR

„O still!“ lautete das Motto seines Weihnachtskonzerts mit populären und weniger bekannten Chorkompositionen aus Skandinavien, England, Frankreich und Deutschland. Die Barockmusik, sonst gern Schwerpunkt solcher Abende, stand hier eher am Rande.
Dafür konnten beispielsweise die vier weihnachtlichen Motetten von Francis Poulenc ihren besonderen Klangreiz breit entfalten. Gerade in diesen intonatorisch heiklen Kompositionen mit ihren diffizilen Harmoniewechseln zeigte sich die hohe Professionalität des Ensembles. Der Stimmklang ist sehr homogen, die Soprane können auch große Höhen ohne hörbare Mühe bewältigen, die Bandbreite der Dynamik re icht von machtvollem Forte bis zu zart-transparentem Pianissimo. Ein bewegender, sehr eindrucksvoller Abend. Über sein Göttingen-Gastspiel freute sich Dirigent Stephan Doormann besonders: Er ist ein Enkel von Ludwig Doormann, dem Gründer der Göttinger Stadtkantorei.

Von Michael Schäfer

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