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Regional Kammerchor St. Jacobi präsentiert Bachs Werke
Nachrichten Kultur Regional Kammerchor St. Jacobi präsentiert Bachs Werke
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00:16 03.05.2013
Gesangssolisten mit Krawatte: H. Kaiser (l.) und H. Böhm. Quelle: Heller
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Göttingen

Diese beiden seltener zu hörenden Werke hat Jacobi-Kantor Stefan Kordes jetzt mit seinem Kammerchor in der gut besuchten Jacobikirche aufgeführt, dazu die Himmelfahrts-Kantate „Gott fähret auf mit Jauchzen“.

Beide Oratorien sind deutlich kürzer als das Weihnachtsoratorium – sie haben den Aufbau und die Länge einer Kantate, also rund eine halbe Stunde. Dafür sind sie, der Bedeutung der besungenen Feste entsprechend, prall gefüllt mit Klängen freudigen Jubels. Für diesen Ausdruck nutzt den Bach gern strahlend schmetternde Trompeten.

So war das Ensemble Antico Bremen – im vergangenen Jahr erstmals in St. Jacobi bei Händels Karmelitervesper zu Gast –mit drei Trompeten ergänzt, die gleich in der einleitenden Sinfonia des Oster-Oratoriums akustisch ihren Glanz verbreiteten, auch wenn der bisweilen etwas kitzlige Part hier und da minimale Unsicherheiten verriet.

Doch das konnte die fröhlich-glaubensgewisse Grundgestimmtheit nicht schmälern, die Kordes mit seinem frischen, auch ausgesprochen muntere Tempi nicht scheuenden Dirigat erzeugte.

Ein ausgesprochen positiver Eindruck

Das gilt gleichermaßen für die Kantate „Gott fähret auf mit Jauchzen“ und das Himmelfahrts-Oratorium. Und selbstverständlich waren für den musikalischen Glanz nicht allein die sehr professionell, schlank und frisch musizierenden Instrumentalisten des Ensemble Antico verantwortlich, sondern auch die Sängerinnen und Sänger des Kammerchors St. Jacobi.

Er hinterließ mit seiner Intonationssicherheit, seinem transparenten Chorklang und seiner Koloraturenfreudigkeit einen ausgesprochen positiven Eindruck – verstärkt durch den Spaß an der Sache, den die Vokalisten durchweg ausstrahlten.

Das Solistenquartett führte Susanna Pütters an, bei der man sich für ihren sicher geführten, stilsicheren Sopran nur manchmal noch ein bisschen stimmliche Wärme gewünscht hätte.

Stefan Görgner ist ein zuverlässiger Altus, Henning Kaiser ein sehr schlank singender Tenor. Das klangvolle Fundament bildete Henryk Böhms samtig timbrierter Bass. Am Ende gab es für alle Mitwirkenden lang anhaltenden, freudigen Beifall.

Von Michael Schäfer

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