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Kammermusik mit Klarinette von Brahms

Rathausserenade Kammermusik mit Klarinette von Brahms

Erst spät in seinem Leben lernte Johannes Brahms die Klarinette als Soloinstrument so recht kennen und lieben. Sein berühmtes Klarinettenquintett zeugt ebenso von seiner späten Leidenschaft wie die beiden Kammermusikwerke, die zum Saisonauftakt der Rathaus-Serenaden am Montag im Alten Rathaus erklangen.

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Partner: Pianistin Vera Weht und Cellist Wolfram Geiss.

Quelle: Hinzmann

Manfred Hadaschik (Klarinette), Wolfram Geiss (Violoncello) und Vera Weht (Klavier) präsentierten Kammermusik von großem sinnlichen und ästhetischen Reiz.

Wolfram Geiss und Vera Weht eröffneten den Abend mit Brahms’ erster Cellosonate: Ein Werk, in dem der Komponist die Sätze mit klanglichen Mitteln deutlich vonein­ander abhebt. So schöpfte Geiss im ersten Satz vor allem aus den tiefen Registern seines Cellos, während er sich im Allegretto dem Spiel seiner Klavier-Partnerin in der mittleren Lage anpasste. Besonders die Ecksätze boten die Duopartner mit großer gestalterischer Kraft.

Klangsinnliche Versuchung

Die zweite Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur führte dann dasjenige Instrument in den Abend ein, um dessentwillen Brahms seine altersbedingte Schaffens-Abstinenz entschlossen aufgab. Hadaschik ließ seine Klarinette schmeicheln und schelmisch kichern, führte den Ton in strahlende Höhen und dunkle, samtige Tiefen, verblüffte mit kecken Läufen und verdeutlichte seinen Zuhörern so, welche Versuchung dieses Instrument für den alternden Brahms dargestellt haben muss.

Auch in dem späten Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier a-Moll beeindruckte GSO-Klarinettist Manfred Hadaschik die Zuhörer mit einer reichen Palette an Klangfarben und seiner Virtuosität. Wolfram Geiss und Vera Weht standen ihm nicht nach, setzten klangschöne Akzente und ließen die Struktur des Werkes in ihrer ganzen Schönheit plastisch erstehen. Für den brausenden Applaus des Publikums im voll besetzten Rathaussaal bedankten sich die Musiker mit dem Adagio aus dem „Gassenhauer-Trio“ von Ludwig van Beethoven.

Von Matthias Körber

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