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Kindliche Leseförderung kennt keine Grenzen

Kinder- und Jugendbuchwoche Kindliche Leseförderung kennt keine Grenzen

Die frühkindliche Leseförderung ist nach wie vor erklärtes Hauptziel der Kinder- und Jugendbuchwoche, die in diesem Jahr zum 44. Mal stattfindet. Acht Autorinnen und Autoren hat Organsiatorin Marion Zweckstetter von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eingeladen.

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Das Gewinner-Bild im Plakatwettbewerb: Mareike Kalbreyer besucht die siebte Klasse der Bonifatiusschule II.

Quelle: EF

In rund 50 Schulen aus dem Landkreis werden sie aus ihren Büchern lesen und das Gespräch mit den Kindern suchen. 70 solcher Lesungen sollen stattfinden. Kindergärten, Horte, Grundschulen und die weiterführenden Schulen seien vertreten, sagt Zweckstetter. Erstmals sind auch Schulen in Northeim dabei. Die Nachfrage ist groß. Wie schon im Vorjahr habe sie nicht alle Anmeldungen berücksichtigen können, so Zweckstetter. Zehn Anfragen nach einer Lesung hat sie eine Absage erteilen müssen.

Marion Zweckstetter EF

Quelle:

Neben den Lesungen für Schüler wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm geben. Hierzu zählen zwei öffentliche Lesungen im Grenzlandmuseum Friedland (zum Thema Graphic Novel), eine Ausstellung im Neuen Rathaus und eine Schau im Goethe-Institut in Göttingen. Außerdem gibt es Filmvorstellungen und Theateraufführungen. 

Erneut finanziert sich das Projekt über Fördergelder. Die Gesamtkosten werden dieses Mal bei etwa 40 000 Euro liegen, so Zweckstetter.

Die studierte Politologin und Fremdsprachensekretärin ist seit März Projektleiterin und organisiert die Kinder- und Jugendbuchwoche zum ersten Mal. In diesem Jahr greift sie ein schwieriges Thema auf: die NS-Zeit.  Zweckstetter wollte in einer „Geschichtscomic-Werkstatt“ Jugendliche dazu ermutigen, die Bilder, die sie von der nationalsozialistischer Diktatur im Kopf mit sich tragen, in Form eines Comics auf Papier zu bringen. Die Ergebnisse werden ab Montag, 12. November, in einer Schau im Goethe-Institut in Göttingen zu sehen sein.

Die Anregung zu diesem Projekt, erzählt Zweckstetter, habe sie durch einen Flyer der KZ Gedenkstätte Moringen erhalten. Auf ihm war ein Bild zu sehen, das auf einer solchen Geschichtscomic-Werkstatt (2007) entstanden war.

In einer geschlossenen Veranstaltung werden Jugendliche die KZ-Gedenkstätte besuchen. Andreas Schreck, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Göttingen, wird sie dabei begleiten.

Zweckstetter ist selbst Mutter zweier Kinder, denen sie gerne vorliest. „Angesprochen fühlen sollen sich alle, auch Kinder aus Förderschulen“, betont die Projektleiterin. Erstmals wird es auch eine Lesung für Schulverweigerer geben.

Von Telse Wenzel

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