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13:01 07.11.2018
Blake Lively als Emily und Henry Golding als Sean in einer Szene des Films "Nur ein kleiner Gefallen". Der Film läuft ab 08.11.2018 im Cinemaxx Göttingen und Movietown Eichsfeld. Quelle: dpa
Göttingen

Diese Filme laufen ab Donnerstag, 8. November, in den Kinos der Region:

„Nur ein kleiner Gefallen“ – Weiblich unberechenbar

In Paul Feigs ungewöhnlich fintenreichem Thriller „Nur ein kleiner Gefallen“ gerät das Leben einer alleinerziehenden Mutter durch die Ankunft einer Femme fatale aus den Fugen.

Stephanie ist aus ihrer kleinen Vorstadtexistenz nie herausgekommen. Seit dem Unfalltod des Ehemannes kümmert sie sich allein und mit Hingabe um die Erziehung ihres Sohnes. Ihr Übermutti-Leben gerät aus den Fugen, als sie Emily kennen lernt, mit deren Sohn sich ihr eigener in der Schule angefreundet hat. Die anderen Eltern rümpfen die Nase über die Geschäftsfrau, der Rabenmutter-Qualitäten nachgesagt werden. Aber als Emily (Blake Lively) im elegantem Business-Anzug aus dem Auto steigt, ist Stephanie (Anna Kendrick) sofort verzaubert von ihrer mondänen Erscheinung.

Wie eine Femme fatale in einer Raymond-Chandler-Verfilmung tritt Emily in ihr Leben. Sie hat alles, was Stephanie nicht hat: einen schillernden Job als PR-Beraterin in New York City, einen superhübschen Ehemann, unerschöpfliches Selbstbewusstsein und kiloweise Sexappeal, für das auch Stephanie empfänglich ist.

Mit sichtbarem Genuss installiert Paul Feigs „Nur ein kleiner Gefallen“ in der blitzblanken amerikanischen Vorstadt einen Film-Noir-Plot, der außer Rand und Band gerät. Augenzwinkernd werden hier Elemente des Mysterythrillers aus- und wieder eingepackt, erotische Anziehungskräfte auf ungewohnte Bahnen gelenkt und kriminalistische Verrätselungsstrategien eingesetzt, aus deren Auflösung man eine ganze Soap-Opera-Staffel ernähren könnte. Kendrick und Lively überzeugen als optimales Gegensatzpaar, gerade auch weil ihre Figuren so hübsch unvorhersehbar über sich hinauswachsen.

„Nur ein kleiner Gefallen“, Regie: Paul Feig, mit Anna Kendrick, Henry Golding, Blake Lively, Linda Cardellini, Rupert Friend und Jean Smart, 117 Minuten, FSK 12, Cinemaxx Göttingen, Movietown Eichsfeld

„Deine Juliet“ – Briefwechsel über Land

Lily James als Journalistin Juliet Ashton und Michiel Huisman als Dawsey Adams in einer Szene des Films "Deine Juliet). Quelle: dpa

London in den späten vierziger Jahren. Eines Tages erhält die weltoffene Journalistin Juliet Ashton einen sonderbaren Brief, dessen Absender Dawnsey Adams ist - ein charmanter und exzentrischer Bauer, der auf der Insel Guernsey lebt. Ein Briefwechsel entspinnt sich, in dessen Verlauf Juliet von der Existenz des Clubs "Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf" erfährt.

Die literarische Gesellschaft wurde von einigen Inselbewohnern - ungeübten Lesern - gegründet, um sich über die schweren Zeiten während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg auf den Kanalinseln hinwegzuhelfen. Juliet beschließt, über den Club zu schreiben und nach Guernsey zu reisen. Ihr Aufenthalt dort und die Begegnung mit Dawsey wird ihr Leben für immer verändern …

„Deine Juliet“, Regie: Mike Newell, mit Lily James, Michiel Huisman, Matthew Goode, 124 Minuten, FSK 6, Lumière

„Styx“: Allein auf hoher See

Rike ist Ärztin aus Europa, 40 Jahre alt und verkörpert eine westliche Vorstellung von Glück und Erfolg. Sie ist gebildet, selbstbewusst, zielstrebig und engagiert. Rike bestreitet in Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See, Ziel ist die Atlantikinsel Ascension Island.

Ihr Urlaub ist jäh beendet, als Rike sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere dutzend Menschen drohen zu ertrinken.

Ärztin Rike segelt allein – und muss auch eine schwere Entscheidung selbst treffen. Quelle: Zorro Filmverleih

Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, muss Rike eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Bildgewaltig erzählt Regisseur Wolfgang Fischer in „Styx“ von einer starken Frau, die auf einem Segeltörn unvermittelt aus ihrer heilen Welt gerissen wird.

„Styx“, Regie: Wolfgang Fischer, mit Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Alexander Beyer, 94 Minuten, FSK 12, Lumière

In „The Guilty“ ist der längere Hebel ein Telefon

Die Notrufzentrale der Polizei ist Spielort des Thrillers „The Guilty“. Quelle: Nikolaj Moeller

Asger Holm ist ehemaliger Polizist, sitzt jetzt aber in der Notrufzentrale. Eines Tages erhält er einen Anruf einer entführten Frau. Als die Verbindung plötzlich abbricht, beginnt die Suche nach der Vermissten und ihrem Entführer.

Asgers einzige Waffe dabei ist das Telefon. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht er, die Frau ausfindig zu machen. Doch schon bald muss Asger feststellen, dass er es mit einem Verbrechen zu tun hat, das weit größere Ausmaße annimmt, als es anfangs den Anschein gemacht hat.

"Die Notrufzentrale der Polizei stellt man sich gewiss nicht als den Schauplatz eines spannenden, psychologischen Thrillers vor. Doch genau hier spielt Gustav Möllers „The Guilty“, der ausschließlich den Polizisten Asger zeigt, der am Telefon eine Notlage lösen will - und dabei nach und nach seine eigene ambivalente Moral offenbart. Ein bemerkenswertes, dichtes, vielschichtiges filmisches Experiment."

„The Guilty“ gewann die Zuschauerpreise bei den Festivals von Sundance und Rotterdam und bei der Leipziger Filmkunstmesse.

„The Guilty“, Regie: Gustav Möller, mit Jakob Cedergren, Jakob Ulrik Lohmann, Morten Thunbo, 88 Minuten, FSK 12, Lumière

Von Martin Schwickert

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