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Klavier mit Schreibmaschine

„Zurück zur Natur“ Klavier mit Schreibmaschine

Drei Instrumente stehen auf auf der Kellerbühne im Deutschen Theater (DT) Göttingen. Das Klavier sieht jeder sofort, das kleine Xylophon ist nur schwer zu entdecken und die Schreibmaschine hat Paul Enke gerade erst mitgebracht.

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Erste Zusammenarbeit: W. v. Brouwer (r.) und P. Enke.

Quelle: Winarsch

Später wird der Schauspieler, der seit dieser Spielzeit im Ensemble des DT ist, darauf einen Rhythmus spielen, fast wie ein Schlagzeug klingt das historische Schreibgerät. Enke hat mit seinem DT-Kollegen Wojo van Brouwer einen musikalischen Abend, eingerichtet von der Dramaturgin Anna Gerhards, mit Liedern und Texten von Kurt Tucholsky zusammengestellt, der am Dienstagabend Premiere hatte: „Zurück zur Natur“. Ein begeistert gefeierter Einstieg der beiden Neuen.

Enke bringt nicht nur eine Schreibmaschine mit auf die Bühne, er trägt auch einen Eimer mit Erde und einer kleinen Schaufel. Mit großen Augen schaut er in den Raum und hebt an zu einer Beerdigungsrede. „Wir stehen hier am Grab von Kaspar Theobald Peter Kurt Ignaz Wrobel.“ Unter diesen Pseudonymen schrieb Tucholsky, Enke und Brouwer tragen sie zu Grabe – und lassen den klugen und witzigen Autor auferstehen.

Schauspieler Brouwer spielt Klavier mit Verve, Fingerfertigkeit und viel Musikalität, offensichtlich eine Mehrfach-Begabung. Eine Stunde lang haben die Besucher im DT-Keller Vergnügen an diesem Streifzug durch die Welt des frühen 20. Jahrhunderts. Ausgesprochen gelungen.

Weitere Vorstellungen: 17. Oktober sowie am 4., 11., 17. und 30. November im Deutschen Theater Göttingen, Theaterplatz 11. Kartentelefon: 05    51   /   49    69    11.

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