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Klitschko als Dr. Faust, Otto als Mephisto

Waalkes über die Wiege seiner Karriere Klitschko als Dr. Faust, Otto als Mephisto

Mein Name ist Otto Waalkes.“ Sehr höflich zeigt sich einer der dienstältesten Komödianten Deutschlands  beim Gespräch am Telefon, das sein Management „Phoner“ nennt. Im Herbst kommenden Jahres geht der Waalkes auf Tour. „Geboren um zu blödeln“, heißt die Show, mit der er am Freitag, 27. September, in der Göttinger Lokhalle zu Gast ist.

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„Geboren um zu blödeln“: Otto Waalkes hat einen Auftrag.

Quelle: EF

Schon heute möchte der 64-Jährige darüber reden. Dabei ist „alles noch im Werden“, erklärt Waalkes. Klar allerdings ist: Regie führt Bernd Eilert, ein alter Weggefährte seit den 80-er Jahren.

Eilert war Mitbegründer der Satirezeitschrift „Titanic“ und Teil der so genannten Neuen Frankfurter Schule. Gemeinsam mit Robert Gernhardt und Peter Knorr schrieb er über Jahre Gags für Otto. Mit Gernhardt verbindet ihn eine Auszeichnung: Beiden wurde der Satirepreis Göttinger Elch verliehen, Gernhardt 1999, Waalkes 2005.

Als Preis gab es unter anderem 99 Dosen Elchsuppe. „Die habe ich alle weggeputzt. Ich kann jetzt röhren“, sagt Otto diesmal. 2007 hatte er in einem Interview noch angegeben, sie stünden in seinem Keller und würden für Gäste angerichtet. Und die silberne Elchbrosche, die ebenfalls zur Auszeichnung gehört? „Die liegt zu Hause irgendwo.“

Langsam wird Otto auch am Telefon warm, er singt hier und da ein wenig. Und er jodelt. Vor allem, als er auf den Göttinger Live-Club „Nörgelbuff“ angesprochen wird. „Was, den gibt es noch“, entfährt es Waalkes. „Das war doch die Wiege meiner Karriere“, erklärt er und nennt den Buff, wie ihn die Freunde des Clubs nennen, in einem Atemzug mit dem legendären „Onkel Pö“ in Hamburg.

Anfang der 70-er Jahre habe er Leute in Göttingen gekannt und sei so auf den Nörgelbuff gestoßen. „Damals waren alle da“, sagt Otto und meint Kollegen wie den Schauspieler und Sänger Klaus Hoffmann. „Der Laden hatte einen Namen“. Und dann sagt Otto „Klasse“ – weil er den Nörgelbuff während des Gesprächs gegoogelt hat und prompt auf die Internetseite gestoßen ist.

Derzeit arbeitet Waalkes also an seiner neuen Show. Doch denkt er auch über ein neues Filmprojekt nach? Auf die Frage hin wird er richtig munter. „Ich denke ständig nach über neue Filmprojekte.“ Über eine Verfilmung von Goethes „Faust“ vielleicht. „Vladimir Klitschko spielt Dr. Faust, ich den Mephisto“, sprudelt der Komödiant hervor. Oder einen neuen 007: „James Blond – Du lachst nur einmal. James Blond – Im Auftrag seiner Kanzlerin.“ Dann singt er wieder.

Und wie war das mit der ernsthaften Musik, über die Waalkes in einem Interview sagte, er würde sie gerne machen, traue sich aber nicht. Waalkes: „Wieso? Habe ich doch schon gemacht. Gemeinsam mit den Berliner Symphonikern.“ Fragesteller: „Glaube ich nicht.“ Waalkes: „Doch,  kannst du googeln.“ Es stimmt tatsächlich. Waalkes dirigierte – zumindest ein bisschen.

Eintrittskarten für die neue Otto-Show am Freitag, 27. September 2013, in der Göttinger Lokhalle gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.
 
 
Tickets für das Gastspiel in Göttingen zu gewinnen

„Geboren um zu blödeln“ heißt das Programm, mit dem Otto Waalkes am Freitag, 27. September, um 20.07 Uhr in die Göttinger Lokhalle kommt. Fünf Tageblatt-Leser können mit Begleitung kostenlos dabei sein. Dazu muss folgende Frage beantwortet werden: Wie hieß die Wohngemeinschaft, in der er in Hamburg lebte?

Antworten können am heutigen Freitag zwischen 13 und 15 Uhr unter der Telefonnummer 01 37 / 86 00 273 gegeben werden (0,50/Min. Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen). Gehen mehr als fünf richtige Antworten ein, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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