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Mit erfrischender Leichtigkeit

Der polnische Sänger Maciek im Apex Mit erfrischender Leichtigkeit

Schon in jungen Jahren brachte sich der polnische Musiker Maciek das Gitarrespielen bei und sang bei jeder sich bietenden Gelegenheit für seine Familie oder Freunde. Inzwischen hat der Sänger sein erstes Album „Maciek“ veröffentlicht, das er mit seiner dreiköpfigen Band im Apex präsentierte.

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Singt mit warmer, souliger Stimme: Maciek

Quelle: Jörg Linnhoff

Göttingen. Exzellentes Songwriting, eine tolle Stimme, großes musikalisches Können und einen spannenden Sound versprechen Maciek und Band. Der Singer-Songwriter, 1993 in Polen als Maciej Swietoslawski geboren, kam mit zwölf Jahren nach Deutschland. Seine erste Gitarre hat er nach eigener Aussage von seinem Bruder bekommen, mit dem er dann auch angefangen hat Songs zu schreiben. Sein kompositorisches Talent für schöne Popmelodien fiel später auch einem Mitbewohner auf, der dann die passenden englischsprachigen Texte beisteuerte.

Als Maciek auf einer offenen Bühne in Hannover seine Lieder nur zur akustischen Gitarre vortrug, stieg spontan der Schlagzeuger Marvyn Korten mit ein. Dieser brachte zu ersten gemeinsamen Proben Bassist Denis Stadermann und Vincent Heller an der Gitarre mit, die Maciek zu einer kompletten Band machten. Ihr erstaunlich reifes 2016 erschienenes Debüt-Album kommt mit einem frischen, lockeren Sound und einer Melange aus klassischem Singer/Songwriter-Pop, Soul und Reggae-Klängen daher.

„The leaves turn yellow, a taxi cab driving by. I´m calling home, lost in the city´s sky...“ sind die ersten Zeilen, zu denen Maciek seine warme, kräftige, leicht soulige Stimme erklingen lässt. „I want to go“ heißt der Song, dem sie übergangslos „Dive into the ocean“ folgen lassen. Die sehr rhythmisch angespielte Gitarre Hellers verbreitet feinstes Reggae-Feeling, die Band spielt erstaunlich abgeklärt und sorgt vom ersten Ton an für Gute-Laune-Stimmung.

Die Songs sind abwechslungsreich instrumentiert, kommen mit einer erfrischenden Leichtigkeit daher und rocken bisweilen auch richtig los. Heller scheint die Akkorde förmlich aus dem Ärmel zu schütteln und steuert in kurzen Solis feinste Gitarren-Licks bei, während Korten und Stadermann für einen durchgängig lockeren Groove sorgen. Getragen wird dies alles von Macieks prägnanter Stimme, die nie Gesangsunterricht erfahren hat.

Zu „What would you do?“ spielt Heller zum Ende ein krachendes Gitarrensolo zum Abheben. „Dreams begin to fly“ ist mit zarten Klängen ein intensiver Song, der unter die Haut geht. Zwei Cover-Songs haben sie auch im Programm. „American boy“, im Original von Estelle mit Kanye West interpretiert, fügt sich nahtlos mit ein. Und wenn man einen Mega-Hit wie „Human“ von Rag ’n’ Bone Man angeht, zeugt das von Mut und Selbstbewusstsein.

Beides haben Maciek und seine Band zweifelsohne. Ein zweites Album ist in Planung, aus dem auch schon erste neue Songs wie „World of my music“ oder das abschließende „ Thank you mama“ zu hören waren.

Ach ja: Eine Fan-Base aus Kassel hatte die Band auch dabei, die von Beginn an für euphorische Stimmung im gut gefüllten Apex sorgte.

Von Jörg Linnhoff

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