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Regional Konzerte in der Freien Waldorfschule Göttingen
Nachrichten Kultur Regional Konzerte in der Freien Waldorfschule Göttingen
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00:23 11.04.2018
MessiaSASAmbura wird zusammen mit dem Petri-Chor Weende (Foto), dem Asambura-Ensemble, Mitgliedern der Camerata Medica Göttingen und dem Eurythmie-Ensemble EuryArt aufgeführt. Quelle: r
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Göttingen

„MessiaSASAmbura“ heißt die interkulturelle Neuinterpretation von Händels Werk. Sie will Ausdruck einer kritischen Reflexion der Missionsgeschichte in Tansania sein. Das Asambura-Ensemble besteht aus jungen MusikerInnen unterschiedlicher Kulturen. Das Instrumentarium besteht einerseits aus typisch barocken Instrumenten. Andererseits seien exotische Instrumente darunter wie die afrikanische Djembe, einer Trommel aus Afrika, oder die iranische Santur, deren Metallsaiten über einem Resonanzkasten mit Holschlägeln angeschlagen werden. Die Teile des Messiah von Händel sind von barocken Tanzmustern inspiriert und bilden so spannungsreiche Analogien zu rhythmischen Strukturen der afrikanischen Musik.

Neuinterpretation von Komponist Maximilian Guth

Die Neuinterpretation stammt von dem Komponisten Maximilian Guth. Sie wird zusammen mit dem Petri-Chor Weende, dem Asambura-Ensemble, Mitgliedern der Camerata Medica Göttingen und dem Eurythmie-Ensemble EuryArt aufgeführt. Das von Rafael Yaari einstudierte Eurythmie-Ensemble EuryArt besteht unter anderem aus Schülern der Freien Waldorfschule Göttingen und wird Teile des Oratoriums durch eine Tanzchoreografie szenisch darstellen. Die musikalische und szenische Verarbeitung unterschiedlicher Musikstile wird als Chance für einen Dialog der Kulturen begriffen. Zu der Tendenz, Ungewohntes vielerorts als Bedrohung wahrzunehmen, will das Oratorium bewusst einen Gegenpol bilden und zur Verständigung zwischen Religionen aufrufen. Der Titel MessiaSASAmbura setzt sich aus den beiden zentralen Begriffen Messias und Asambura zusammen. Das dadurch neu entstehende Wort SASA bedeutet auf Swahili „jetzt“.

Die Aufführungen dauern jeweils 90 Minuten. Karten können unter anderem über das Ticketportal Reservix, das Schulbüro der Freien Waldorfschule und an den bekannten Vorverkaufsstellen in Göttingen vorbestellt werden. Sie kosten zwischen 10 und 20 Euro.

Von Julian Habermann

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