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Kultband Karat begeistert in der Göttinger Stadthalle

300 Zuschauer Kultband Karat begeistert in der Göttinger Stadthalle

„Das Konzert wird bis Morgen 4.30 Uhr gehen“, übertreibt Claudius Dreilich ein wenig. Sehr viele der Anwesenden jubeln begeistert. Sowieso wird an diesem Abend viel gejubelt und geklatscht – sowohl Rhythmus als auch Beifall. Dafür müssen die Musiker auch gar nicht viel machen.

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Spielen und singen auf der Bühne in der Stadthalle: die Band Karat mit ihrem Frontmann Claudius Dreilich (Mitte).

Quelle: Heller

Göttingen. Als sie zu Beginn des Abends die Bühne betreten, sind die Fans schon Feuer und Flamme. Gespielte Hits fachen noch mehr an. Die Band Karat hat sich in ihrer 37-jährigen Geschichte einen Namen gemacht. Nun gaben die Ostrocker ein Konzert in der Göttinger Stadthalle und unterhielten knapp 300 Leute im zumeist sitzenden Publikum.

Nach verhaltenem Beginn zeigen die fünf Musiker, warum sie des Öfteren als Rocker bezeichnet werden. Neben genremäßigen Elementen gibt es im Lied „Jede Stunde“ nicht nur ein Gitarren- und Mundharmonikasolo, sondern auch einige Bewegung auf der Bühne. Das darauf folgende Stück ist ruhiger, aber nicht weniger bekannt.

Nach dem Lied wendet sich der Sänger Dreilich an das Publikum: „Ich werde oft gefragt, warum Bernd nach dem Schwanenkönig immer zu mir kommt und mich drückt.“ Dreilich sieht die Erklärung in einem bestimmten Moment. Als er das Lied das erste Mal mit der Band gespielt hat, soll es eine besonderes emotionale Situation gewesen sein, sodass der Gitarrist Bernd Römer zu Dreilich kam und ihn umarmte. Seitdem haben sie es beibehalten.

Publikumsnah

Den Höhepunkt der ersten Hälfte des Konzerts bildet das Lied „Albatros“. Nicht nur inszeniert, sondern vielmehr zelebriert erhält das Stück den meisten Applaus. Schlagzeuger Michael Schwand und Römer überzeugen mit ihrer Darbietung. Dreilich singt gut, führt sympathisch durch den Abend, bedient sich allerdings immer wieder einer Gestik, die in Kombination mit seiner Mimik manchmal übertrieben wirkt. Den Fans gefällt es trotzdem.

Nachdem Musiker und Publikum eine kurze Pause hinter sich haben, geht es weiter. Lieder wie „Mich zwingt keiner auf die Knie“ , „Blauer Planet“ und  „Blumen aus Eis“ werden gespielt. Die Band will publikumsnah wirken. „Uns wurde eine Zeit lang nachgesagt, dass wir unnahbar seien. Das stimmt aber gar nicht“, meint Dreilich und verspricht: „Nachher trinken wir mit euch da draußen ein Bier.“

Die Freude scheint ihren Höhepunkt im letzten Lied des regulären Sets zu finden. Ohne dass die Band viel beisteuern muss, singt fast der gesamte Saal ihr Lied „Über sieben Brücken“ – alle kennen zumindest den Text des Refrains. Nach geforderten Zugaben und kurzer Erholungspause erfüllt die Band im Foyer der Stadthalle noch Autogrammwünsche.

Von Friedrich Schmidt

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