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Regional Kulturtipps für Göttingen von Friedrich Schmidt
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14:22 18.03.2015
Tageblatt-Volontär Friedrich Schmidt. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Mittwochabend, 18. März, ist bei mir noch nicht genau geplant. Eigentlich stehe ich mehr auf Musik als auf andere kulturelle Aktivitäten.

Da bietet sich das Apex an. Um 20.30 Uhr treten Vivie Anns Darlings um Frontfrau Vivie Ann auf. Sanfter Indie-Pop steht auf dem Programm. Oft, gähn, braucht es allerdings mehr Schmackes, um mich aufzuwecken. Dann brauche ich groovigere oder härtere Musik. Oder eben andere Unterhaltung.

Eine Alternative zu den Darlings, hat das Deutsche Theater zu bieten. Um 19.45 Uhr gibt es das Gastspiel „Geschwister Pfister in der Toskana“. Manuel Brug schrieb in der Zeitung „Die Welt“ über das Stück: „In jeder Polyesterfalte lauert die Ironie. Das jauchzende Publikum liebt sie“. Und Ironie mag ich – wenn ich sie denn verstehe. Lassen wir uns einmal überraschen.

Was am Donnerstag, 19. März, auf mich zukommt, weiß ich allerdings ganz genau. Vom näselnden Hip-Hopper von der Gruppe Absolute Beginner mutierte er zum näselndem Allround-Musiker, der die Göttinger Stadthalle anscheinend lieb gewonnen hat. Jan Delay kommt, wie er beim vergangen NDR2-Soundcheckfestival versprochen hatte, mit seiner Band Disco No.1 erneut in die Universitätsstadt.

Man kann von ihm halten, was man will, aber Stimmung bringt er allemal. Wenn ich nicht dort wäre, wäre ich wahrscheinlich im Nörgelbuff. Im Buff sollte nämlich jeder ab 21.30 Uhr auftauchen, der sich für absolut authentischen und jung gebliebenen Bluesrock interessiert. Kneeless Moose lassen es krachen. Mehr von der Band unter den Fittichen der Hannoveraner Agentur Spider-Promotion gibt es bald im Tageblatt zu lesen. In der Redaktion ist das neue Album der Gruppe angekommen.

Außerdem scheint hier ein Nest zu sein. Am Freitag, 20. März, um 21.30 Uhr lockt erneut der Buff und wiederum eine Band aus dem Hause Spider-Promotion. The Esprits standen schon vor einigen Monaten zusammen mit Kneeless Moose auf der Bühne der Musa. Die Alternativerock- und Garagerock-Energie der Band bringt vielleicht die Nörgelbuff-Bühne zum Bersten. Außerdem gibt sich auch die Göttinger Gruppe Sidata als Vorband die Ehre. Alternativerock aus der eigenen Stadt, ich freue mich!

Und zuletzt habe ich am Wochenende vermutlich gut lachen. Wenn ich keine Karten mehr für eine der Shows des 12. Internationalen Impro-Festivals der Göttinger Comedy-Company bekommen sollte, gehe ich schließlich doch noch in das Apex.

Am Sonnabend, 21. März, gastiert dort Mathias Tretter. Ab 20.15 Uhr will der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises bei seinem Programm „Selfie“ „den Zwang zur Selbstinszenierung in der postdemokratischen Gesellschaft“ geißeln. Was auch immer das heißen mag. Ich bin gespannt darauf.

Von Friedrich Schmidt

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