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Regional Kunsthalle Bremen zeigt Beiträge zum Kunstpreis der Böttcherstraße
Nachrichten Kultur Regional Kunsthalle Bremen zeigt Beiträge zum Kunstpreis der Böttcherstraße
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08:00 28.07.2018
Böttcherstraße in Bremen Quelle: dpa
Bremen

Ihre Wettbewerbsbeiträge sind von Sonnabend an bis zum 30. September in der Kunsthalle Bremen zu sehen. Die Beschäftigung mit Science-Fiction, Fantasy und utopischen Gesellschaftsentwürfen ziehe sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung, sagte Kunsthallen-Direktor Christoph Grunenberg am Freitag. Die Auszeichnung wird seit 1955 vergeben und zählt zu den höchst dotierten zeitgenössischen Kunstpreisen in Deutschland.

Kuratoren und Kuratorinnen wie Johan Holten, Hans Ulrich Obrist, Susanne Pfeffer und Bettina Steinbrügge haben Künstlerinnen und Künstler aus dem deutschsprachigen Raum nominiert. Dazu gehören Heba Amin, Vajiko Chachkhiani, Alicia Frankovich, Uwe Henneken, Michael Müller und Jeremy Shaw (alle Berlin). Weitere Werke kommen von Lawrence Lek (London), Katharina Schilling (Leipzig), Arne Schmitt (Köln) und Anne Speier (Wien). Im Laufe der Ausstellung ermittelt eine von den Kuratoren unabhängige Jury den Preisträger, der am 23. September ausgezeichnet werden soll.

Auch das Spiel mit und die Frage nach der Wahrnehmung kristallisiere sich als Gemeinsamkeit der Arbeiten heraus, hieß es ergänzend. Die Künstler untersuchten, wie der Mensch als physisches und psychisches Wesen sich selbst und die eigenen Erfahrungen, seine Umwelt und die sozialen Strukturen um sich herum wahrnehme.

Künstliche Intelligenz

Exemplarisch dafür kann die Arbeit von Lawrence Lek stehen, dessen computergenerierter Film „Geomancer“ im Jahr 2065 spielt: Künstliche Intelligenz erledigt alle Arbeiten, letzte Bastion des Menschen sind allein Kunst und Kreativität. In den Mittelpunkt seines Wettbewerbsbeitrags stelle Lek die Frage, inwieweit der Mensch von der Maschine abhängig sei, sagte Ausstellungskuratorin Manuela Husemann. Existenzielle Fragen zu Leben und Tod greift auch Michael Müller mit einer Arbeit zum fiktiven Volk der „Himmelheber“ auf.

In der Vergangenheit waren unter den Preisträgern zahlreiche Namen, die später international Karriere gemacht haben. Dazu zählen beispielsweise Tomma Abts, die später mit dem Turnerpreis ausgezeichnet wurde, sowie Dirk Skreber, der den Preis für Junge Kunst der Nationalgalerie Berlin erhielt.

Der Kunstpreis wurde zunächst jährlich vergeben, seit 1983 alle zwei Jahre. Begründer des Wettbewerbs war Ludwig Roselius junior von der „Kaffee HAG AG“. Die erste Auszeichnung ging 1955 an Hans Meyboden. Seit 1985 finanziert ein privater Stifterkreis das Preisgeld und ermöglicht dem Kunstverein in Bremen den Ankauf eines Werkes des jeweiligen Preisträgers. 2016 erhielt der aus Nigeria stammende Künstler Emeka Ogboh die Auszeichnung.

Von epd

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